Boden­schät­ze

Ein unter der Erd­ober­flä­che befind­li­cher Boden­schatz ist als selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut zu bewer­ten, wenn mit sei­ner Auf­schlie­ßung oder Ver­wer­tung begon­nen wird, zumin­dest aber mit die­ser Ver­wer­tung unmit­tel­bar zu rech­nen ist. Dies ist der Fall, wenn für den Abbau des Boden­schat­zes (im jetzt vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall ein Sand- und Kies­vor­kom­men) die erfor­der­li­che öffent­lich-recht­li­che Geneh­mi­gung vor­liegt und das Grund­stück unter geson­der­tem Aus­weis eines Kauf­prei­ses für den Boden­schatz an einen Erwer­ber ver­äu­ßert wird, der sei­ner­seits beab­sich­tigt, den Boden­schatz durch einen Abbau­un­ter­neh­mer aus­beu­ten zu las­sen.

Boden­schät­ze

Das selb­stän­di­ge Wirtschafts­gut Sand-/Kies­vor­kom­men stellt weder not­wen­di­ges noch gewill­kür­tes Betriebs­ver­mö­gen eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs dar, wenn es aus­schließ­lich zu dem Zweck erwor­ben wird, es von einem Drit­ten im Rah­men des­sen Gewer­be­be­triebs abbau­en zu las­sen.

EStG § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2, § 7 Abs. 1 Satz 4 (nun­mehr Satz 7), § 13, § 21 Abs. 1 Nr. 1

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 24. Janu­ar 2008 – IV R 45/​05