Künst­le­ri­sche Tätig­keit?

Die Ent­schei­dung über das Vor­lie­gen einer künst­le­ri­schen Tätig­keit erfor­dert im Bereich der Grenz- und Über­gangs­fäl­le beson­de­re Sach­kun­de, so dass das Gericht im Streit­fall, ob eine künst­le­ri­sche oder etwa eine gewerb­li­che Tätig­keit vor­liegt, regel­mä­ßig hier­zu ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten ein­ho­len muss. Holt das Gericht in sol­chen Fäl­len kein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten ein, muss dies für die Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten erkenn­bar sein. Die beson­de­re Sach­kun­de des Gerichts muss sodann in den Urteils­grün­den auch nach­prüf­bar dar­ge­legt wer­den.

Künst­le­ri­sche Tätig­keit?

An sei­ner bis­he­ri­gen gegen­tei­li­gen Rechts­auf­fas­sung hält der Bun­des­fi­nanz­hof aus­drück­lich nicht wei­ter fest.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 1. Juni 2006 IV B 200/​04