Zins­ein­künf­te bei Grund­stücks­un­ter­neh­men

Erzielt ein Grund­stücks­un­ter­neh­men Zins­ein­künf­te aus der Anla­ge von Mie­terträ­gen, so han­delt es sich um Erträ­ge aus der Nut­zung von Kapi­tal­ver­mö­gen, die nicht von der erwei­ter­ten Kür­zung des Gewer­be­er­trags nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG erfasst wer­den. Das gilt auch für Zin­sen aus der Anla­ge von Mie­ten, die ein Mie­ter unter Vor­be­halt gezahlt hat und mit deren Rück­zah­lung auf­grund eines für die Ver­gan­gen­heit ergan­ge­nen Zivil­ge­richts­ur­teils gerech­net wer­den muss.

Zins­ein­künf­te bei Grund­stücks­un­ter­neh­men

Die von der Her­aus­ga­be­pflicht nach § 818 BGB bedroh­ten Zins­er­trä­ge sind jedoch um Betriebs­aus­ga­ben in Höhe der wegen der mög­li­chen Zins­zah­lungs­ver­pflich­tung vor­ge­nom­me­nen Zufüh­run­gen zu den Rück­stel­lun­gen zu kür­zen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 20. Sep­tem­ber 2007 – IV R 19/​05