Ermä­ßi­gungs­höchst­be­trag für gewerb­li­che Ein­künf­te

Bei der Berech­nung des Ermä­ßi­gungs­höchst­be­trags für gewerb­li­che Ein­künf­te (§ 35 Abs. 1 EStG) sind nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nur die gewerb­li­chen Ein­künf­te zu berück­sich­ti­gen, die im zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men ent­hal­ten sind. Posi­ti­ve gewerb­li­che Ein­künf­te sind des­halb mit nega­ti­ven (Beteiligungs-)Einkünften zu ver­rech­nen (sog. hori­zon­ta­ler Ver­lust­aus­gleich).

Ermä­ßi­gungs­höchst­be­trag für gewerb­li­che Ein­künf­te

Für die Berech­nung des Ermä­ßi­gungs­höchst­be­trags ist dar­über hin­aus auch der sog. ver­ti­ka­le Ver­lust­aus­gleich durch­zu­füh­ren. Jedoch sind –auch in den Ver­an­la­gungs­zeit­räu­men 1999 bis 2003– nega­ti­ve Ein­künf­te vor­ran­gig mit nicht gemäß § 35 EStG tarif­be­güns­tig­ten Ein­künf­ten des Steu­er­pflich­ti­gen bzw. –bei zusam­men zur Ein­kom­men­steu­er ver­an­lag­ten Ehe­gat­ten– mit sol­chen des Ehe­gat­ten zu ver­rech­nen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. Sep­tem­ber 2006 – X R 25/​04