Ver­ein­fach­te Kapi­tal­her­ab­set­zung und ihr betrieb­li­cher Auf­wand

In einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil muss­te sich der Bun­des­fi­nanz­hof mit der Fra­ge befas­sen, wie die bei einem Aktio­när für den Akti­en­er­werb ange­fal­le­nen Anschaf­fungs­kos­ten steu­er­lich zu behan­deln sind, wenn die Akti­en von der AG zumin­dest teil­wei­se wie­der ein­ge­zo­gen wer­den.

Ver­ein­fach­te Kapi­tal­her­ab­set­zung und ihr betrieb­li­cher Auf­wand

Der Bun­des­fi­nanz­hof geht zunächst davon aus, dass die Bewer­tungs­ein­heit der Betei­li­gung an einer Akti­en­ge­sell­schaft die Ein­zel­be­wer­tung von Akti­en nicht mehr aus­schließt, sobald sie nicht mehr dazu bestimmt sind, eine dau­ern­de Ver­bin­dung zu der AG her­zu­stel­len.

Bei einer ver­ein­fach­ten Kapi­tal­her­ab­set­zung durch Ein­zie­hung unent­gelt­lich zur Ver­fü­gung gestell­ter Akti­en gehen die antei­li­gen Buch­wer­te der von einem Aktio­när zur Ein­zie­hung zur Ver­fü­gung gestell­ten Akti­en mit deren Über­ga­be auf die dem Aktio­när ver­blei­ben­den Akti­en antei­lig über, soweit die Ein­zie­hung bei die­sen Akti­en zu einem Zuwachs an Sub­stanz führt.

Soweit die Ein­zie­hung der von dem Aktio­när zur Ver­fü­gung gestell­ten Akti­en bei den Akti­en ande­rer Aktio­nä­re zu einem Zuwachs an Sub­stanz führt, ist der auf die ein­ge­zo­ge­nen Akti­en ent­fal­len­de antei­li­ge Buch­wert von dem Aktio­när ergeb­nis­wirk­sam aus­zu­bu­chen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 10. August 2005 VIII R 26/​03