Frei­stell­be­schei­ni­gung und Divi­den­den­zu­fluß

Eine Frei­stel­lungs­be­schei­ni­gung des (vor­ma­li­gen) Bun­des­am­tes für Finan­zen (heu­te: Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern), wonach bestimm­te Kapi­tal­erträ­ge (hier: Divi­den­den einer Toch­ter­ge­sell­schaft) von der Kapi­tal­ertrag­steu­er aus­ge­nom­men sind, die dem Emp­fän­ger in einem bestimm­ten Zeit­raum „zuflie­ßen“, ist regel­mä­ßig so aus­zu­le­gen, dass damit der jewei­li­ge kapi­tal­ertrag­steu­er­recht­li­che Zufluss­zeit­punkt gemeint ist.

Frei­stell­be­schei­ni­gung und Divi­den­den­zu­fluß

Eine Divi­den­de gilt dem Gesell­schaf­ter auch dann gemäß § 44 Abs. 2 Satz 2 EStG 1990 als am Tag nach dem Gewinn­aus­schüt­tungs­be­schluss zuge­flos­sen, wenn die­ser bestimmt, die Aus­schüt­tung sol­le nach einem bestimm­ten Tag (hier: „nach dem 30. Juni 1996“) erfol­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 20. Dezem­ber 2006 – I R 13/​06