Vor­aus­set­zun­gen und Zuläs­sig­keit einer Bilanz­än­de­rung

War ein Bilanz­an­satz im Zeit­punkt der Bilanz­auf­stel­lung recht­lich ver­tret­bar, erweist er sich aber im wei­te­ren Ver­lauf als unrich­tig, so kann er unter den Vor­aus­set­zun­gen des § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG geän­dert wer­den. Ein enger zeit­li­cher und sach­li­cher Zusam­men­hang zwi­schen einer Bilanz­än­de­rung nach § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG und einer Bilanz­be­rich­ti­gung nach § 4 Abs. 2 Satz 1 EStG besteht jeden­falls dann, wenn sich bei­de Vor­gän­ge auf die­sel­be Bilanz bezie­hen und die Ände­rung der Bilanz unver­züg­lich nach der Bilanz­be­rich­ti­gung begehrt wird.

Vor­aus­set­zun­gen und Zuläs­sig­keit einer Bilanz­än­de­rung

Besteht Streit über die Zuläs­sig­keit einer Bilanz­än­de­rung, so muss der Unter­neh­mer nicht schon mit dem Antrag auf Bilanz­än­de­rung eine geän­der­te Bilanz auf­stel­len, wenn er den Streit gericht­lich klä­ren las­sen will. Er ist viel­mehr berech­tigt, zunächst die­se Klä­rung zu betrei­ben und ggf. im Anschluss dar­an sei­ne Bilanz ent­spre­chend zu ändern.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Juli 2008 – I R 85/​07

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