Steu­er­be­rech­nung beim Zusam­men­tref­fen von Tarifer­mä­ßi­gung und posi­ti­vem Pro­gres­si­ons­vor­be­halt

Trifft die Tarifer­mä­ßi­gung des § 34 Abs. 1 EStG mit dem (posi­ti­ven) Pro­gres­si­ons­vor­be­halt des § 32b EStG zusam­men, so ist eine inte­grier­te Steu­er­be­rech­nung der­ge­stalt vor­zu­neh­men, dass die Pro­gres­si­ons­ein­künf­te bei der Steu­er­be­rech­nung nach § 34 Abs. 1 EStG steu­er­satz­er­hö­hend berück­sich­tigt wer­den.

Steu­er­be­rech­nung beim Zusam­men­tref­fen von Tarifer­mä­ßi­gung und posi­ti­vem Pro­gres­si­ons­vor­be­halt

Über­stei­gen die der Tarifer­mä­ßi­gung unter­lie­gen­den außer­or­dent­li­chen Ein­künf­te das zu ver­steu­ern­de Ein­kom­men, so rich­tet sich die Steu­er­be­rech­nung nach § 34 Abs. 1 Satz 3 EStG. Die Pro­gres­si­ons­ein­künf­te sind hier­bei nur inso­weit zu berück­sich­ti­gen, als sich nach einer Ver­rech­nung mit dem nega­ti­ven ver­blei­ben­den zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men ein posi­ti­ver Dif­fe­renz­be­trag ergibt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Janu­ar 2008 – VI R 44/​07