Steu­er­ent­las­tung durch Ver­lust­vor­trä­ge

Die höchs­te Steu­er­ent­las­tung durch so genann­te Ver­lust­vor­trä­ge gibt es in den Län­dern mit dem höchs­ten nomi­na­len Steu­er­satz. Dar­auf ver­weist die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort (16/​3942) auf eine Klei­ne Anfra­ge der Links­frak­ti­on (16/​3401). Ver­lust­vor­trä­ge sind in der Ver­gan­gen­heit ent­stan­de­ne Ver­lus­te, die mit erwar­te­ten Gewin­nen in der Zukunft ver­rech­net wer­den kön­nen, um die Steu­er­last zu min­dern. Die Regie­rung rech­net vor, dass die Steu­er­min­de­rung bei einem Ver­lust­vor­trag in Höhe von 10 Mil­lio­nen Euro in den USA bei einer nomi­na­len Belas­tung von 40,87 Pro­zent 4,09 Mil­lio­nen Euro beträgt, in Deutsch­land bei einer Belas­tung von 38,65 Pro­zent 2,47 Mil­lio­nen Euro und in Polen mit einer Belas­tung von 19 Pro­zent ledig­lich 950.000 Euro.

Steu­er­ent­las­tung durch Ver­lust­vor­trä­ge

Sagt eigent­lich der gesun­de Men­schen­ver­stand: Nur wo zunächst kräf­tig abkas­siert wird, kann spä­ter auch ordent­lich erstat­tet wer­den. Ob das aller­dings so erstre­bens­wert ist, sei ein­mal dahin­ge­stellt.