Erle­di­gung nach Gerichts­be­scheid

Die Erle­di­gung der Haupt­sa­che kann auch dann erklärt wer­den, wenn nach Erge­hen eines Gerichts­be­scheids Antrag auf münd­li­che Ver­hand­lung gestellt wor­den ist [1].

Erle­di­gung nach Gerichts­be­scheid

Das ange­foch­te­ne Urteil ein­schließ­lich der dar­in ent­hal­te­nen Kos­ten­ent­schei­dung ist des­halb gegen­stands­los gewor­den [2]. Das Gericht hat nur noch über die Kos­ten des Rechts­streits zu ent­schei­den (§ 138 Abs. 1 FGO).

Erle­digt sich die Haupt­sa­che durch Ände­rung des ange­foch­te­nen Ver­wal­tungs­akts in vol­lem Umfang des Kla­ge­be­geh­rens, so sind die Kos­ten grund­sätz­lich der Finanz­be­hör­de auf­zu­er­le­gen, wenn sie den Bescheid ändert, weil sie an ihrer Rechts­auf­fas­sung nicht mehr fest­hält (§ 138 Abs. 2 Satz 1 FGO) [3].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 15. Febru­ar 2017 – XI R 21/​15

  1. BFH, Beschluss vom 13.05.2004 – IX R 8/​02, BFH/​NV 2004, 1290; BFH, Urteil vom 30.03.2006 – V R 12/​04, BFHE 212, 411, BStBl II 2006, 542[]
  2. BFH, Beschluss vom 19.11.2008 – VI R 80/​06, BFHE 223, 410, BStBl II 2009, 547[]
  3. BFH, Beschlüs­se in BFH/​NV 2004, 1290; vom 07.11.2007 – III R 7/​07, BFH/​NV 2008, 403, m.w.N.[]