Kür­zung der Roh­ta­bak­prä­mie

Das staat­li­che Sub­ven­tio­nen bei fal­schen Anga­ben im Antrag nach­träg­lich auch dann wie­der ent­zo­gen wer­den kön­nen, wenn den Antrag­stel­ler an dem Feh­ler kei­ne Schuld trifft, zeigt ein aktu­el­les Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs, in dem der BFH die nach­träg­li­che Kür­zung der Roh­ta­bak­prä­mie wegen unzu­tref­fen­der Flä­chen­ab­ga­be gebil­ligt hat.

Kür­zung der Roh­ta­bak­prä­mie

Der ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­gen Sank­ti­on in Art. 50 Abs. 2a der EU-VO Nr. 2848/​98 kom­me kein straf­recht­li­cher Cha­rak­ter zu. Sie ist auch dann zu ver­hän­gen, wenn die unzu­tref­fen­de Anga­be der Tabak­an­bau­flä­che auf der unge­prüf­ten Über­nah­me der vom Ver­päch­ter zur Ver­fü­gung gestell­ten Daten beruht.

Die Sank­ti­ons­re­ge­lung ver­stößt nicht gegen den auch im Gemein­schafts­recht zu beach­ten­den all­ge­mei­nen Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­satz.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 18. April 2006 – VII R 30/​05