Geld­spiel­au­to­ma­ten und die Umsatz­steu­er

Bis­her sah das deut­sche Umsatz­steu­er­recht in sei­nem § 4 Nr. 9 Buchst. b UStG eine Umsazt­steu­er-Frei­heit nur für kon­zes­sio­nier­te Spiel­ban­ken, nicht dage­gen auch für die Aus­übung ähn­li­cher Tätig­kei­ten durch sons­ti­ge Wirt­schafts­un­ter­neh­men, etwa dem Betrieb von Geld­spiel­au­to­ma­ten, vor.

Geld­spiel­au­to­ma­ten und die Umsatz­steu­er

Doch nach einem ent­spre­chen­den Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs hat nun auch der Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­den, dass sich Auf­stel­ler von Geld­spiel­au­to­ma­ten für die Steu­er­frei­heit ihrer Umsät­ze direkt auf die Bestim­mung in Art. 13 Teil B Buchst. f der Richt­li­nie 77/​388/​EWG beru­fen kann und dass die ent­ge­gen ste­hen­de Vor­schrift des § 4 Nr. 9 Buchst. b UStG mit die­ser EU-Richt­li­nie unver­ein­bar und damit auch nicht anwend­bar ist.

EuGH, Urteil vom 17.02.2005 – C‑453/​02 und C‑462/​02 – Lin­ne­we­ber und Akriti­dis –,
BFH, Urteil vom 12.05.2005 – V R 7/​02