Ein­stel­lungs­ge­sprä­che – und das Teil­nah­me­recht der Per­so­nal­ver­tre­tung

Ein Recht der Per­so­nal­ver­tre­tung auf Teil­nah­me an Vor­­stel­­lungs- oder Eig­nungs­ge­sprä­chen nach § 71 Abs. 3 Satz 2 LPVG BW besteht auch dann, wenn die Per­so­nal­ver­tre­tung an der Per­so­nal­maß­nah­me, wel­che die Dienst­stel­le im Anschluss an die­se Gesprä­che tref­fen kann, mit­zu­wir­ken hat. Das Recht des zustän­di­gen Per­so­nal­rats auf Teil­nah­me an Vor­­stel­­lungs- oder Eig­nungs­ge­sprä­chen ist

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Der Streit um die Betei­li­gung des Gesamt­ver­trau­ens­per­so­nen­aus­schus­ses – und der Rechts­weg

Für Ver­pflich­tungs­be­geh­ren, mit denen der Gesamt­ver­trau­ens­per­so­nen­aus­schuss die nach­träg­li­che Durch­füh­rung des Betei­li­gungs­ver­fah­rens begehrt, ist der Rechts­weg zu den Wehr­dienst­ge­rich­ten eröff­net. Maß­geb­lich für das Ver­pflich­tungs­be­geh­ren ist die Sach- und Rechts­la­ge im Zeit­punkt der gericht­li­chen Ent­schei­dung. Dem­zu­fol­ge fin­det das "Gesetz zur Ände­rung sol­da­­ten­be­­tei­­li­gungs- und per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­li­cher Vor­schrif­ten" vom 29.08.2016 – im Fol­gen­den: SBG 2016

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Die Betei­li­gungs­rech­te des Gesamt­ver­trau­ens­per­so­nen­aus­schus­ses beim BMVg

Das Recht des Gesamt­ver­trau­ens­per­so­nen­aus­schus­ses aus § 38 Abs. 3 SBG, bei Grund­satz­re­ge­lun­gen des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Ver­tei­di­gung im per­so­nel­len, sozia­len und orga­ni­sa­to­ri­schen Bereich mit­zu­wir­ken, ver­leiht ihm kei­ne Betei­­li­gungs- oder Über­wa­chungs­be­fug­nis im Ein­zel­fall. Die ange­streb­te Ein­rich­tung einer Ein­satz­kan­ti­ne als bewirt­schaf­te­te Betreu­ungs­ein­rich­tung im Camp … unter­liegt nicht einem Betei­li­gungs­recht des GVPAs, weil die­se Maß­nah­me

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Die Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft – und der Rechts­weg zu den staat­li­chen Gerich­ten

Für Strei­tig­kei­ten aus dem Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tungs­recht einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft ist der Rechts­weg zu den staat­li­chen Gerich­ten nur eröff­net, wenn die Reli­gi­ons­ge­mein­schaft selbst die­se Mög­lich­keit eröff­net. Abs. 4 Satz 1 GG eröff­net den Zugang zu den staat­li­chen Gerich­ten nur gegen Akte der öffent­li­chen Gewalt. Akte der öffent­li­chen Gewalt im Sin­ne die­ser Bestim­mung sind aber ledig­lich

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1-€-Jobs im öffent­li­chen Dienst – und die Zwi­schen­schal­tung pri­va­ter Maß­nah­men­trä­ger

Der Ein­satz erwerbs­fä­hi­ger Leis­tungs­be­rech­tig­ter ("MAE-Kräf­­te") in Arbeits­ge­le­gen­hei­ten gemäß § 16d Abs. 1 und 7 SGB II in einer Dienst­stel­le unter­liegt auch dann wegen Erfül­lung des Tat­be­stands der Ein­stel­lung der Mit­be­stim­mung gemäß § 87 Nr. 1 Bln­Pers­VG oder der Mit­wir­kung gemäß § 90 Nr. 10 Bln­Pers­VG, wenn die Dienst­stel­le im sozi­al­recht­li­chen Sinn nicht

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Schrift­form­erfor­der­nis für eine Dienst­ver­ein­ba­rung

Das Schrift­form­erfor­der­nis des Art. 73 Abs. 2 Satz 2 BayPVG ist gewahrt, wenn Dienst­stel­le und Per­so­nal­rat in einer Dienst­ver­ein­ba­rung auf eine bereits abge­schlos­se­ne Ver­ein­ba­rung ver­wei­sen und die­se bei Abschluss der Dienst­ver­ein­ba­rung in schrift­li­cher Form vor­liegt und ein­deu­tig bezeich­net wird. Nach § 126 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 BGB muss die Urkun­de, wenn durch

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Der Per­so­nal­rat und die mut­wil­li­ge Rechts­ver­fol­gung

Die Rechts­ver­fol­gung durch den Per­so­nal­rat ist mut­wil­lig, wenn die An­ru­fung des Ge­richts un­nö­tig ist, weil die Dienst­stel­le ihm das gel­tend ge­mach­te Recht nicht be­strei­tet. Gemäß § 44 Abs. 1 Satz 1 BPers­VG trägt die Dienst­stel­le die durch die Tätig­keit des Per­so­nal­rats ent­ste­hen­den Kos­ten. Nach den dazu in der Recht­spre­chung aner­kann­ten Grund­sät­zen hat

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Mit­be­stim­mung bei der Ruf­be­reit­schaft

Die An­ord­nung von Ruf­be­reit­schaft ist eine Fest­le­gung zu Be­ginn und Ende der Ar­beits­zeit im Sin­ne von § 74 Abs. 1 Nr. 9 He­ss. Pers­VG und un­ter­liegt daher der Mit­be­stim­mung der Per­so­nal­ver­tre­tung. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hält nicht an sei­ner ent­ge­gen­ste­hen­den älte­ren Recht­spre­chung fest . Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt schließt sich inso­fern der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zu

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Ber­li­ner Dienst­ver­ein­ba­run­gen

Dienst­ver­ein­ba­run­gen im Sin­ne von § 74 Bln­Pers­VG bedür­fen nicht der Bekannt­ma­chung, um recht­li­che Wirk­sam­keit zu erlan­gen. Die Wirk­sam­keit von Dienst­ver­ein­ba­run­gen in Ange­le­gen­hei­ten der zwin­gen­den Mit­be­stim­mung nach § 85 Bln­Pers­VG bestimmt sich nicht nach § 75 Bln­Pers­VG. Der Tarif­vor­be­halt gemäß § 75 Satz 1 Bln­Pers­VG greift auch in Bezug auf Tarif­ver­trä­ge, an

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Orts­kräf­te – mi­li­tä­ri­sche Dienst­stel­len der Bun­des­wehr in einem an­de­ren Na­tostaat

Orts­kräf­te im Sin­ne von § 91 Abs. 1 Nr. 1 BPers­VG sind Per­so­nen, die nicht von einer Dienst­stel­le im In­land ent­sandt, son­dern von einer Aus­lands­dienst­stel­le an Ort und Stel­le ein­ge­stellt wor­den sind . Für die Abgren­zung kommt es auf die Staats­an­ge­hö­rig­keit nicht an. Vor­schlä­ge im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren, deut­schen Orts­kräf­ten das akti­ve Wahl­recht zu

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Per­so­nal­ver­tre­tung bei der Pri­va­ti­sie­rung von Auf­ga­ben der aus­län­di­schen Sta­tio­nie­rungs­streit­kräf­te

Nach einer Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düs­sel­dorf besteht bei Pri­va­ti­sie­rung von Auf­ga­ben der aus­län­di­schen Sta­tio­nie­rungs­streit­kräf­te kein Über­gangs­man­dat der bis­he­ri­gen Per­so­nal­ver­tre­tung. Bei den aus­län­di­schen Sta­tio­nie­rungs­kräf­ten wer­den für die dor­ti­gen Zivil­be­schäf­tig­ten in Anwen­dung des Bun­des­per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­set­zes Betriebs­ver­tre­tun­gen gebil­det. Im August 2011 wur­de das Faci­­li­­ty-Mana­ge­­ment der Sta­tio­nie­rungs­streit­kräf­te der Dienst­stel­le in N. im Rah­men eines Teil­be­triebs­über­gangs

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Schu­li­sche Bau­maß­nah­men der Bezirks­ver­wal­tung

Schu­li­sche Bau­maß­nah­men der Bezirks­ver­wal­tung sind dem für das Schul­we­sen zustän­di­gen Sena­tor per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­lich nicht zuzu­rech­nen. In der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist geklärt, unter wel­chen Umstän­den eine Maß­nah­me, die der Dienst­stel­len­lei­ter nicht selbst trifft, ihm per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­lich zuzu­rech­nen ist. Dies ist der Fall, wenn der Dienst­stel­len­lei­ter einem Dezer­nat oder einer ande­ren orga­ni­sa­to­ri­schen nach­ge­ord­ne­ten

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