Bank­rott – und die bei­sei­te­ge­schaff­ten Ver­mö­gens­wer­te

Erlangt im Sin­ne von § 73 Abs. 1 Satz 1 und § 73a Satz 1 StGB ist ein Ver­mö­gens­wert nur dann, wenn der Täter oder Teil­neh­mer die fak­ti­sche Ver­fü­gungs­ge­walt über den ent­spre­chen­den Ver­mö­gens­ge­gen­stand erwor­ben hat 1.

Bank­rott – und die bei­sei­te­ge­schaff­ten Ver­mö­gens­wer­te

Das ist bei Gel­dern auf einem Kon­to in Inha­ber­schaft der GmbH als (spä­te­re) Insol­venz­schuld­ne­rin nicht der Fall.

Auch ein Ver­heim­li­chen i.S.v. § 283 Abs. 1 Nr. 1 StGB ist durch die Über­wei­sung auf ein ande­res Kon­to des Unter­neh­mens nicht gege­ben, sofern durch das Ver­hal­ten noch kei­ne Bestand­tei­le des Gesell­schafts­ver­mö­gens oder deren Zuge­hö­rig­keit zur Insol­venz­mas­se der Kennt­nis von Gläu­bi­gern ent­zo­gen wor­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. März 2016 – 1 StR 628/​15

  1. BGH, Beschlüs­se vom 10.09.2002 – 1 StR 281/​02, NStZ 2003, 198, 199; vom 01.03.2007 – 4 StR 544/​06, BeckRS 2007, 04557 Rn. 8; und vom 12.05.2009 – 4 StR 102/​09, NStZ-RR 2009, 320; sie­he auch Fischer, StGB, 63. Aufl., § 73 Rn. 13 mwN[]
  2. zu den Anfor­de­run­gen an die­se Tat­hand­lung RG, Urteil vom 02.05.1930 – – I 296/​30, RGSt 64, 138, 140[]