Beweis­wür­di­gung, Frei­spruch – und die Über­prü­fung durch das Revi­si­ons­ge­richt

Die Beweis­wür­di­gung ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters. Des­halb ist es vom Revi­si­ons­ge­richt regel­mä­ßig hin­zu­neh­men, wenn der Ange­klag­te frei­ge­spro­chen wird, weil der Tatrich­ter Zwei­fel an des­sen Täter­schaft nicht zu über­win­den ver­mag.

Beweis­wür­di­gung, Frei­spruch – und die Über­prü­fung durch das Revi­si­ons­ge­richt

Der Beur­tei­lung durch das Revi­si­ons­ge­richt unter­liegt inso­weit nur, ob dem Tatrich­ter bei der Beweis­wür­di­gung Rechts­feh­ler unter­lau­fen sind.

Das ist ins­be­son­de­re dann der Fall, wenn die Beweis­wür­di­gung wider­sprüch­lich, unklar oder lücken­haft ist, gegen Denk­ge­set­ze oder gesi­cher­te Erfah­rungs­sät­ze ver­stößt oder wenn an die zur Ver­ur­tei­lung erfor­der­li­che Gewiss­heit über­spann­te Anfor­de­run­gen gestellt wer­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Febru­ar 2018 – 1 StR 199/​17

  1. st. Rspr.; BGH, Urtei­le vom 21.03.2017 – 1 StR 486/​16 17; vom 09.05.2017 – 1 StR 265/​16 11; vom 11.05.2017 – 4 StR 554/​16 6; vom 11.11.2015 – 1 StR 235/​15, NStZ-RR 2016, 47; und vom 13.07.2016 – 1 StR 94/​16 9[]