Der gehack­te eBay-Account

Die Ände­rung der Kon­to­da­ten in "gehack­ten" eBay-Accounts und deren täu­schen­de Ver­wen­dung ver­wirkt­licht jeweils den Tat­be­stand der Fäl­schung beweis­erheb­li­cher Daten gemäß § 269 Abs. 1 StGB in den Vari­an­ten des Ver­än­derns und des Gebrauchs ver­än­der­ter Daten.

Der gehack­te eBay-Account

Da § 269 Abs. 1 StGB com­pu­ter­spe­zi­fi­sche Fäl­schungs­vor­gän­ge am Tat­be­stand der Urkun­den­fäl­schung misst1, kommt es auch für das Ver­hält­nis der Bege­hungs­for­men zuein­an­der auf die zu § 267 StGB ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze an2.

Ver­än­dert der Täter beweis­erheb­li­che Daten und macht er von die­ser Ver­än­de­rung danach plan­ge­mäß Gebrauch, so ist inso­weit nur von einer Tat aus­zu­ge­hen3. Dies hat zur Fol­ge, dass die Betrug­s­ta­ten, die durch die täu­schen­de Ver­wen­dung der ver­än­der­ten Kon­to­da­ten eines Accounts began­gen wur­den, zur Tat­ein­heit ver­bun­den wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. April 2015 – 4 StR 422/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 13.05.2003 – 3 StR 128/​03, NStZ-RR 2003, 265, 266 mwN []
  2. vgl. Fischer, StGB, 62. Aufl., § 269 Rn. 12 []
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 28.01.2014 – 4 StR 528/​13, NJW 2014, 871 Tz. 5; Urteil vom 30.11.1953 – 1 StR 318/​53, BGHSt 5, 291, 293; jeweils zu § 267 StGB []