Der Ver­gleich zum Täter-Opfer-Aus­gleich

Ein Ver­gleichs­ab­schluss zwi­schen Täter und Opfer muss nicht bedeu­ten, dass das Opfer mit sei­ner Zustim­mung die­sen als frie­dens­stif­ten­den Aus­gleich ansieht 1.

Der Ver­gleich zum Täter-Opfer-Aus­gleich

Aller­dings doku­men­tiert die Wie­der­ga­be der gesetz­li­chen Bezeich­nung des § 46a Nr. 1 StGB im Ver­gleichs­text bereits eine "Befrie­dung" zwi­schen Täter und Opfer und steht damit im Wider­spruch zu einer vom Opfer erklär­ten Wei­ge­rung, einen Zusatz über die ein­ge­tre­te­ne Befrie­dung in den Ver­gleich auf­zu­neh­men.

Inso­weit erweist sich die Vor­ge­hens­wei­se des Land­ge­richts, zur Bewer­tung des Ver­gleichs­ab­schlus­ses allein auf die Nicht­auf­nah­me eines ent­behr­li­chen Zusat­zes abzu­stel­len, ohne sich mit dem gegen­tei­li­gen Inhalt des Adhä­si­ons­ver­gleichs aus­ein­an­der­zu­set­zen, als lücken­haft 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Mai 2019 – 1 StR 178/​19

  1. BGH, Urteil vom 13.09.2018 – 5 StR 107/​18 Rn. 11; vgl. auch BGH, Urtei­le vom 19.12 2002 – 1 StR 405/​02, BGHSt 48, 134, 143 f., 147; und vom 06.02.2008 – 2 StR 561/​07, BGHR StGB § 46a Vor­aus­set­zun­gen 1[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 24.10.2018 – 1 StR 422/​18 Rn. 29, 31[]