Der Wider­spruch zwi­schen staats­an­walt­li­chem Revi­si­ons­an­trag und Revi­si­ons­be­grün­dung

Wider­spre­chen sich Revi­si­ons­an­trag und Inhalt der Revi­si­ons­be­grün­dung, ist unter Berück­sich­ti­gung von Nr. 156 Abs. 2 RiStBV das Angriffs­ziel durch Aus­le­gung zu ermit­teln [1].

Der Wider­spruch zwi­schen staats­an­walt­li­chem Revi­si­ons­an­trag und Revi­si­ons­be­grün­dung

Daher liegt unge­ach­tet der in der Revi­si­ons­be­grün­dung ent­hal­te­nen For­mu­lie­rung, die Revi­si­on sei, „soweit der Ange­klag­te ver­ur­teilt wur­de, auf den Rechts­fol­gen­aus­spruch beschränkt“, kein umfas­sen­der Angriff gegen den Rechts­fol­gen­aus­spruch vor, wenn die Begrün­dung des Rechts­mit­tels kei­ne Anhalts­punk­te dafür ent­hält, dass die Staats­an­walt­schaft auch die Fest­set­zung der Ein­zel­stra­fen anfech­ten woll­te und sie sich in der Sache viel­mehr aus­schließ­lich gegen die aus ihrer Ansicht zu gering bemes­se­ne Gesamt­frei­heits­stra­fe wen­det.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Febru­ar 2018 – 2 StR 431/​17

  1. st. Rspr.; vgl. Urteil vom 20.09.2017 – 1 StR 112/​17 11; BGH, Urteil vom 11.06.2014 – 2 StR 90/​14, NStZ-RR 2014, 285; Urteil vom 26.04.2017 – 2 StR 47/​17, NStZ-RR 2017, 201; BGH, Urteil vom 22.02.2017 – 5 StR 545/​16 10, jew. mwN[]