Die Abwe­sen­heit des Ange­klag­ten

Erfolgt nach Ent­fer­nung des Ange­klag­ten wäh­rend einer Zeu­gen­ver­neh­mung gemäß § 247 StPO in andau­ern­der Abwe­sen­heit des Ange­klag­ten eine förm­li­che Augen­scheins­ein­nah­me, so ist der abso­lu­te Revi­si­ons­grund des § 338 Nr. 5 StPO nicht erfüllt, wenn dem Ange­klag­ten das in sei­ner Abwe­sen­heit in Augen­schein genom­me­ne Objekt bei sei­ner Unter­rich­tung nach § 247 Satz 4 StPO gezeigt wird.

Die Abwe­sen­heit des Ange­klag­ten

Mit die­ser Ent­schei­dung hat der Bun­des­ge­richts­hof sei­ne bis­he­ri­ge ent­ge­gen­ste­hen­de Recht­spre­chung 1 auf­ge­ge­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 11. Novem­ber 2009 – 5 StR 530/​08

  1. BGHR StPO § 247 Abwe­sen­heit 5[]
  2. BGBl. I S. 2353[]