Die aus­ge­ho­be­ne Hanf­plan­ta­ge

Es ist zu Guns­ten des Ange­klag­ten in die Straf­zu­mes­sung ein­zu­stel­len, dass die zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf bestimm­ten Betäu­bungs­mit­tel nach der Ent­de­ckung der Mari­hua­na­plan­ta­ge voll­stän­dig sicher­ge­stellt wor­den waren und des­halb nicht in den Ver­kehr gelang­ten.

Die aus­ge­ho­be­ne Hanf­plan­ta­ge

Hier­bei han­delt es sich nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wegen des damit ver­bun­de­nen Weg­falls der von Betäu­bungs­mit­teln übli­cher­wei­se aus­ge­hen­den Gefahr für die All­ge­mein­heit um einen bestim­men­den Straf­zu­mes­sungs­grund, der sowohl bei der Straf­rah­men­wahl als auch bei der kon­kre­ten Straf­zu­mes­sung zu beach­ten ist 1 und der gemäß § 267 Abs. 3 Satz 1 Halb­satz 2 StPO in den Grün­den des Straf­ur­teils ange­führt wer­den muss 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Febru­ar 2017 – 3 StR 483/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 09.11.2016 – 2 StR 133/​16 3; vom 30.09.2014 – 2 StR 286/​14 2; vom 10.09.2014 – 5 StR 383/​14 2 mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 05.06.2013 – 4 StR 169/​13, NStZ 2013, 662[]