Die bei Tat­aus­füh­rung getra­ge­ne Klei­dung – und deren Ein­zie­hung

Gemäß § 74 Abs. 1 StGB kön­nen Gegen­stän­de, die zur Vor­be­rei­tung oder zur Bege­hung einer vor­sätz­li­chen Tat gebraucht oder bestimmt gewe­sen sind (Tat­mit­tel), ein­ge­zo­gen wer­den. Die Ent­schei­dung steht im pflicht­ge­mä­ßen Ermes­sen des Tat­ge­richts.

Die bei Tat­aus­füh­rung getra­ge­ne Klei­dung – und deren Ein­zie­hung

Das blo­ße Tra­gen von Beklei­dung und sons­ti­ger Acces­soires anläss­lich der Tat­be­ge­hung stellt sich als blo­ßes Benut­zen gele­gent­lich der Tat­be­ge­hung dar und ver­mag eine Ein­zie­hung als Tat­mit­tel nicht zu recht­fer­ti­gen1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. Mai 2019 – 4 StR 511/​18

  1. vgl. Fischer, StGB, 66. Aufl., § 74 Rn. 13