Durch­su­chung bei einem Ver­stor­be­nen

Aller­dings darf ein Gericht sach­lich nur dann über einen Vor­wurf befin­den, wenn die Per­son, der gegen­über die­ser erho­ben wird, lebt (Befas­sungs­ver­bot) 1.

Durch­su­chung bei einem Ver­stor­be­nen

Mit dem Tod des Beschul­dig­ten ist des­halb ein gegen die­sen geführ­tes Ermitt­lungs­ver­fah­ren gemäß § 170 Abs. 2 StPO ein­zu­stel­len.

Bestehen über das Able­ben indes Zwei­fel, so blei­ben wei­te­re Ermitt­lungs­maß­nah­men jeden­falls dann zuläs­sig, wenn sie zumin­dest auch der Klä­rung des Vor­lie­gens die­ser Ver­fah­rens­vor­aus­set­zung die­nen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Dezem­ber 2014 – StB 10/​14

  1. vgl. all­ge­mein BGH, Beschluss vom 10.01.2007 – 5 StR 305/​06, BGHSt 51, 202, 205; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 57. Aufl., Einl. Rn. 143[]