Gefähr­li­cher Ein­griff in den Luft­ver­kehr – und der Flug­schü­ler

Ein Flug­schü­ler ist nicht der ver­ant­wort­li­che Luft­fahr­zeug­füh­rer und des­halb auch taug­li­cher Täter eines Angriffs auf den Luft­ver­kehr im Sin­ne des § 316c Abs. 1 StGB 1.

Gefähr­li­cher Ein­griff in den Luft­ver­kehr – und der Flug­schü­ler

Denn gemäß § 4 Abs. 4 LuftVG gilt wäh­rend der Durch­füh­rung eines Übungs- und Prü­fungs­flugs in Beglei­tung von Flug­leh­rern die­ser als der ver­ant­wort­li­che Luft­fahr­zeug­füh­rer.

Dar­auf, dass die­ser die Füh­rung des Flug­zeugs vor­über­ge­hend auch tat­säch­lich über­nom­men hat­te, als der Flug­schü­ler mit der Tat­aus­füh­rung begann, kommt es nicht an.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Dezem­ber 2015 – 4 StR 390/​15

  1. vgl. dazu Fischer, StGB, 63. Aufl., § 316c Rn. 10[]