Gesamt­stra­fen­bil­dung

Nach § 54 Abs. 1 Satz 2 StGB wird die Gesamt­stra­fe durch Erhö­hung der ver­wirk­ten höchs­ten Ein­zel­stra­fe gebil­det.

Gesamt­stra­fen­bil­dung

Das Gesetz schreibt vor, dass hier­bei die Per­son des Täters und die ein­zel­nen Straf­ta­ten zusam­men­fas­send gewür­digt wer­den müs­sen (§ 54 Abs. 1 Satz 3 StGB) 1.

Bei der Bil­dung der Gesamt­stra­fe han­delt es sich daher um einen eigen­stän­di­gen Straf­zu­mes­sungs­vor­gang, der gemäß § 267 Abs. 3 Satz 1 2. Halb­satz StPO geson­dert zu begrün­den ist 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Febru­ar 2015 – 4 StR 564/​14

  1. zu den Anfor­de­run­gen i.E. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 10.03.1994 – 4 StR 644/​93, StV 1994, 370; und vom 07.04.1994 – 4 StR 92/​94, StV 1994, 425[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 30.11.1971 – 1 StR 485/​71, BGHSt 24, 268, 269; SSW-StPO/Günt­ge, § 267 Rn. 29[]