"Min­der­schwe­re" BTM-Delik­te

Die Annah­me eines min­der schwe­ren Fal­les gemäß § 30a Abs. 3 BtMG erfor­dert eine Gesamt­be­trach­tung des Tat­bil­des ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te und der Täter­per­sön­lich­keit 1.

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Die erfor­der­li­che Gesamt­wür­di­gung kann auch aus dem Zusam­men­hang ent­nom­men wer­den 2.

§ 29a Abs. 1 BtMG ent­fal­tet ledig­lich hin­sicht­lich der Min­dest­stra­fe eine Sperr­wir­kung; für die Höchst­stra­fe gilt dem­ge­gen­über die für den Schuld­spruch maß­geb­li­che Bestim­mung 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Febru­ar 2015 – 5 StR 536/​14

  1. BGH, Beschluss vom 22.12 2011 – 4 StR 581/​11, StV 2012, 289; Urteil vom 22.08.2012 – 2 StR 235/​12, NStZ-RR 2013, 150, 151 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 28.01.2015 – 5 StR 486/​14[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 14.08.2013 – 2 StR 144/​13 mwN[]