Räu­be­ri­scher Angriff auf Kraft­fah­rer – auf dem Park­platz

Ein räu­be­ri­scher Angriff auf Kraft­fah­rer im Sin­ne des § 316a StGB kann auch auf einem Kun­den­park­platz erfol­gen.

Räu­be­ri­scher Angriff auf Kraft­fah­rer – auf dem Park­platz

Das Tat­be­stands­merk­mal des öffent­li­chen Ver­kehrs­raum ist nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs auch dann erfüllt, wenn die betref­fen­de Ver­kehrs­flä­che unge­ach­tet der Eigen­tums­ver­hält­nis­se und ohne Rück­sicht auf eine Wid­mung ent­we­der aus­drück­lich oder mit still­schwei­gen­der Dul­dung des Ver­fü­gungs­be­rech­tig­ten für jeder­mann oder aber zumin­dest für eine all­ge­mein bestimm­te grö­ße­re Per­so­nen­grup­pe zur Benut­zung zuge­las­sen ist und auch tat­säch­lich genutzt wird 1.

Dies tritt auch auf den Park­platz zu, der ohne Schwie­rig­kei­ten erreich­bar ist, es sei denn, dass ent­ge­gen­ste­hen­de äuße­re Umstän­de, etwa in Form von Zugangs­sper­ren, fest­ge­stellt wer­den, mit denen der Ver­fü­gungs­be­rech­tig­te unmiss­ver­ständ­lich erkenn­bar gemacht hat, dass ein öffent­li­cher Ver­kehr nicht (mehr) gedul­det wird.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Mai 2017 – 4 StR 165/​17

  1. BGH, Beschlüs­se vom 09.03.1961 – 4 StR 6/​61, BGHSt 16, 7, 10 f.; und vom 30.01.2013 – 4 StR 527/​12, VRR 2013, 148; vgl. auch OLG Düs­sel­dorf, Beschluss vom 23.09.1991 – 5 Ss 343/​91, NZV 1992, 120[]