Seri­en­ta­ten – und der Schuld­ge­halt der Fol­ge­ta­ten

Bei gleich­för­mi­gen Taten kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung der Schuld­ge­halt der Fol­ge­ta­ten ver­min­dert sein, wenn auf Grund des inne­ren Zusam­men­hangs eine her­ab­ge­setz­te Hemm­schwel­le in Betracht kommt.

Seri­en­ta­ten – und der Schuld­ge­halt der Fol­ge­ta­ten

Die – gera­de bei Seri­en­ta­ten des sexu­el­len Kin­des­miss­brauchs ohne­hin pro­ble­ma­ti­sche – straf­mil­dern­de Wir­kung die­ses Umstan­des kann aber durch die in Bezug auf die Ein­zel­ta­ten infol­ge einer Mehr­heit von Taten erhöh­te Schuld des Täters aus­ge­gli­chen sein 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Sep­tem­ber 2018 – 5 StR 391/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 09.01.2018 – 5 StR 541/​17, NStZ 2018, 537, 538; Schä­fer/​Sander/​van Gemme­ren, Pra­xis der Straf­zu­mes­sung, 6. Aufl., Rn. 653, 656, 1213, jeweils mwN[]