Sexu­el­ler Miß­brauch durch Psy­cho­the­ra­peu­ten

§ 174c StGB stellt den sexu­el­len Miß­brauch unter Aus­nut­zung eines Beratungs‑, Behand­lungs- oder Betreu­ungs­ver­hält­nis­ses beson­ders unter Stra­fe. Die­ser straf­recht­li­che Schutz erstreckt sich gemäß § 174c Abs. 2 StGB auch auf sexu­el­le Hand­lun­gen, die unter Miß­brauch des Behand­lungs­ver­hält­nis­ses mit einer Per­son vor­ge­nom­men wer­den, die dem Täter zur psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Behand­lung anver­traut ist, .

Sexu­el­ler Miß­brauch durch Psy­cho­the­ra­peu­ten

Wie der Bun­des­ge­richts­hofs in einer aktu­el­len Ent­schei­dung ent­schie­den hat, kann Täter des § 174c Abs. 2 StGB jedoch nur sein, wer zum Füh­ren der Bezeich­nung "Psy­cho­the­ra­peut" berech­tigt ist und sich bei der Behand­lung wis­sen­schaft­lich aner­kann­ter psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Ver­fah­ren bedient.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Sep­tem­ber 2009 – 1 StR 426/​09