Lohn­steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Verjährung

Die Lohn­steu­er ist als Fäl­lig­keits­steu­er zugleich Anmel­de­steu­er, § 41a Abs. 1 Satz 1 EStG.

Lohn­steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Verjährung

Bei ihrer Hin­ter­zie­hung fal­len die recht­li­che Voll­endung und die tat­säch­li­che Been­di­gung zusam­men [1].

Die Abga­be einer unrich­ti­gen Steu­er­an­mel­dung führt zur sofor­ti­gen Tat­voll­endung und ‑been­di­gung [2].

Die Ver­jäh­rungs­frist beträgt fünf Jah­re, soweit ledig­lich ein unbe­nann­ter beson­ders schwe­rer Fall gemäß § 370 Abs. 3 Satz 1 AO in Betracht kommt, § 78 Abs. 3 Nr. 4, Abs. 4 StGB.

Bei der Bestim­mung der Höhe der Ver­kür­zungs­be­trä­ge darf das Gericht, wenn die beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mer unbe­kannt sind, den jewei­li­gen Ein­gangs­steu­er­satz der Steu­er­klas­se – VI zugrun­de legen (§ 39c EStG; vgl. BGH, Beschluss vom 24.09.2019 – 1 StR 346/​18, BGHSt 64, 195 Rn. 37).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Sep­tem­ber 2020 – – 1 StR 58/​19

  1. Jäger in: Klein, AO, 14. Aufl.2018, § 370 Rn.204[]
  2. Jäger in: Klein, AO, 14. Aufl.2018, § 370 Rn.202[]

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