Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Fort­dau­er­ent­schei­dung im Maß­re­gel­voll­zug – und die spä­te­re Aus­set­zung zur Bewäh­rung

Der Zuläs­sig­keit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de steht nicht ent­ge­gen, dass die wei­te­re Voll­stre­ckung der Maß­re­gel zwi­schen­zeit­lich zur Bewäh­rung aus­ge­setzt und der Beschwer­de­füh­rer mitt­ler­wei­le aus dem Maß­re­gel­voll­zug ent­las­sen wor­den ist.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Fort­dau­er­ent­schei­dung im Maß­re­gel­voll­zug – und die spä­te­re Aus­set­zung zur Bewäh­rung

Denn die ange­grif­fe­nen Ent­schei­dun­gen waren Grund­la­ge eines tief­grei­fen­den Ein­griffs in das Grund­recht des Beschwer­de­füh­rers auf Frei­heit der Per­son aus Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG [1].

Der Beschwer­de­füh­rer hat daher ein fort­be­stehen­des schutz­wür­di­ges Inter­es­se an einer nach­träg­li­chen ver­fas­sungs­recht­li­chen Über­prü­fung und gege­be­nen­falls einer hier­auf bezo­ge­nen Fest­stel­lung der Ver­fas­sungs­wid­rig­keit die­ses Grund­rechts­ein­griffs durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt [2], zumal vor­lie­gend die Mög­lich­keit eines Wider­rufs der Aus­set­zung der Unter­brin­gung zur Bewäh­rung gemäß § 67g StGB besteht.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 21. Febru­ar 2018 – 2 BvR 349/​14

  1. vgl. BVerfGE 128, 326, 389[]
  2. vgl. BVerfGE 9, 89, 92 ff.; 32, 87, 92; 53, 152, 157 f.; 91, 125, 133; 104, 220, 234 f.[]