Verabredung zu einem Verbrechen – und der Rücktritt

Die Voraussetzungen für den Rücktritt von der Verbrechensverabredung nach § 31 Abs. 1 Nr. 3 StGB entsprechen denjenigen des § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB.

Verabredung zu einem Verbrechen - und der Rücktritt

In beiden Fällen wird der Täter straflos, wenn er die Tat verhindert.

Die Verhinderung setzt zwar in der Regel ein aktives, auf Verhinderung der Tatvollendung abzielendes Verhalten des Täters voraus; bloßes Nicht-Weiterhandeln reicht aber aus, wenn sämtliche Tatbeteiligte dahin übereinkommen, von der Tat (§ 31 Abs. 1 Nr. 3 StGB) oder von ihrer Vollendung (§ 24 Abs. 2 Satz 1 StGB) abzusehen1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 7. September 2016 – 1 StR 202/16

  1. BGH, Urteil vom 14.05.1996 – 1 StR 51/96, BGHSt 42, 158, 162 []