Vergewaltigung – und die Ausnutzung einer schutzlosen Lage

Die Tatbestandsvariante des § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB aF  setzt voraus, dass das Opfer aus Furcht vor Gewalteinwirkungen des Täters von – ihm grundsätzlich möglichen – Widerstand absieht, weil es dies aufgrund seiner schutzlosen Lage für aussichtslos hält1.

Vergewaltigung – und die Ausnutzung einer schutzlosen Lage

Eine solche Aufgabe dem Opfer an sich möglicher Gegenwehr liegt nicht vor, wenn der Täter das Durchführen der exuellen Handlungen bereits durch die verschiedenen Gewaltakte erzwingt.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. Februar 2020 – 1 StR 481/19

  1. st. Rspr.; BGH, Urteile vom 25.01.2006 – 2 StR 345/05, BGHSt 50, 359, 366; und vom 30.03.2016 – 2 StR 405/15, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Nr. 3 Schutzlose Lage 4 Rn. 16; Beschlüsse vom 02.11.2017 – 3 StR 431/17; vom 11.07.2017 – 3 StR 107/17; vom 18.11.2015 – 4 StR 410/15 Rn. 6; und vom 24.02.2015 – 5 StR 12/15 Rn. 3[]

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