Ver­ge­wal­ti­gung – und die schwe­re kör­per­li­che Miss­hand­lung

Für die Qua­li­fi­ka­ti­on der schwe­ren kör­per­li­chen Miss­hand­lung nach § 177 Abs. 8 Nr. 2a StGB genügt jede schwe­re Beein­träch­ti­gung des kör­per­li­chen Wohl­be­fin­dens; die kör­per­li­che Inte­gri­tät muss in einer Wei­se, die mit erheb­li­chen Schmer­zen ver­bun­den ist, beein­träch­tigt sein 1.

Ver­ge­wal­ti­gung – und die schwe­re kör­per­li­che Miss­hand­lung

Auch wenn die inso­weit anzu­stel­len­den Anfor­de­run­gen nicht zu nied­rig ange­setzt wer­den dür­fen 2, liegt die­ses Merk­mal bei einer stun­den­lan­gen Quä­le­rei mit Zufü­gung "ther­mi­scher Haut­ver­let­zun­gen" und erheb­li­cher Schmer­zen durch ana­le Pene­tra­ti­on 3 doch über­aus nahe.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Okto­ber 2018 – 5 StR 179/​18

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 13.09.2000 – 3 StR 347/​00, NJW 2000, 3655; Beschluss vom 03.05.2018 – 3 StR 658/​17[]
  2. vgl. BGH aaO[]
  3. vgl. inso­weit BGH, Urteil vom 09.12 2014 – 5 StR 422/​14, NStZ 2015, 152[]