Ver­such­te Bei­hil­fe

Als Gehil­fe wird gemäß § 27 Abs. 1 StGB nur bestraft, wer vor­sätz­lich einem ande­ren zu des­sen vor­sätz­lich began­ge­ner rechts­wid­ri­ger Tat Hil­fe leis­tet.

Ver­such­te Bei­hil­fe

Die­se Hil­fe­leis­tung muss sich auf die Bege­hung der Haupt­tat zwar nicht kau­sal aus­wir­ken; erfor­der­lich ist aber, dass sie die Haupt­tat zu irgend­ei­nem Zeit­punkt zwi­schen Ver­suchs­be­ginn und Been­di­gung in irgend­ei­ner Wei­se erleich­tert oder för­dert [1].

Eine bloß ver­such­te Bei­hil­fe ist dem­ge­gen­über straf­los. Auch eine Ver­ur­tei­lung nach § 30 Abs. 2 StGB (Ver­ab­re­dung zu einem Ver­bre­chen) käme nur dann in Betracht, wenn der in Aus­sicht genom­me­ne Tat­bei­trag des Ange­klag­ten täter­schaft­li­che Qua­li­tät errei­chen soll­te. Ist sei­ne Mit­wir­kung – wie hier – im Fal­le der Durch­füh­rung nur als die eines Gehil­fen zu wer­ten, bleibt er inso­weit straf­frei [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juli 2015 – 2 StR 58/​15

  1. st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 16.01.2008 – 2 StR 535/​07, NStZ 2008, 284 mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 31.10.2001 – 2 StR 315/​01, NStZ-RR 2002, 74, 75[]