Bun­des­wehr­ein­satz im Innern

Für Bun­des­wehr­ein­sät­ze im Aus­land hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bereits 19941 eine Ermäch­ti­gung in Form eines Beschlus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges gefor­dert. Nun stand die Über­prü­fung des Bun­des­wehr­ein­sat­zes beim G8-Gip­fel in Hei­li­gen­damm vor drei Jah­ren auf der Agen­da des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – doch für einen sol­chen Ein­satz im Innern so sah das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kei­nen Raum für einen sol­chen Par­la­ments­vor­be­halt und ver­warf den von der Bun­des­tags­frak­ti­on Bündnis90/​Die Grü­nen initi­ier­ten Organ­streit.

Bun­des­wehr­ein­satz im Innern

Der Aus­gangs­sach­ver­halt

In der Zeit vom 6. bis zum 8. Juni 2007 fand unter deut­scher Prä­si­dent­schaft in Hei­li­gen­damm in Meck­len­burg-Vor­pom­mern das 33. Tref­fen des Welt­wirt­schafts­gip­fels der soge­nann­ten „Grup­pe der Acht” (G8) statt. Nach Ein­schät­zung der Sicher­heits­be­hör­den war hier­bei sowohl mit unfried­lich ver­lau­fen­den Demons­tra­tio­nen als auch mit Anschlä­gen aus dem Bereich des isla­mis­ti­schen Ter­ro­ris­mus zu rech­nen. Das Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern und der Bund kamen im Vor­feld des Gip­fels zu der gemein­sa­men Ein­schät­zung, dass Meck­len­burg-Vor­pom­mern ohne Hil­fe­leis­tun­gen des Bun­des und ande­rer Län­der mit der Gewähr­leis­tung der Sicher­heit anläss­lich des Gip­fels über­for­dert sein wür­de.

Nach­dem der Bun­des­mi­nis­ter der Ver­tei­di­gung dem Innen­mi­nis­ter des Lan­des
Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit Schrei­ben vom 8. Mai 2006 zunächst
grund­sätz­lich die tech­nisch-logis­ti­sche Unter­stüt­zung zuge­sagt hat­te, bil­lig­te er in der Fol­ge­zeit eine Viel­zahl von kon­kret bean­trag­ten Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen. Die Sicher­heits­be­hör­den rech­ne­ten auf­grund poli­zei­li­cher Pro­gno­sen damit, dass G8-Gip­fel­geg­ner ver­su­chen wür­den, Blo­cka­den auf den Zufahrts­we­gen nach Hei­li­gen­damm und zum Flug­ha­fen Ros­tock-Laa­ge zu errich­ten, Erd­de­pots für Werk­zeu­ge und Blo­cka­de­mit­tel anzu­le­gen und Mani­pu­la­tio­nen an Stra­ßen­zü­gen wie Unter­spü­lun­gen oder Unter­höh­lun­gen vor­zu­neh­men. Sol­che Boden­ver­än­de­run­gen soll­ten mit­hil­fe der Auf­klä­rungs­tech­nik von Tor­na­do-Flug­zeu­gen aus der Luft erfasst wer­den. In der Zeit vom 3. Mai bis 5. Juni 2007 wur­den ins­ge­samt sie­ben Mis­sio­nen mit Tor­na­do-Flug­zeu­gen geflo­gen. Dabei wur­den opti­sche Bil­der auf­ge­nom­men, die sich nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung jedoch nicht zur Iden­ti­fi­zie­rung von Per­so­nen eig­nen. Bei einem Flug wur­de über dem bevöl­ker­ten Demons­tran­ten-Camp Red­de­lich die Min­dest­flug­hö­he von 500 Fuß für kur­ze Zeit unter­schrit­ten. Bei kei­nem der Flü­ge waren die Bord­ka­no­nen der Tor­na­do-Flug­zeu­ge auf­mu­ni­tio­niert.

Fer­ner kam es zum Ein­satz von neun geschlos­se­nen Späh­sys­te­men Fen­nek, bestehend aus je einem Späh­pan­zer zur Gelän­de­auf­klä­rung, die zur Über­wa­chung von Räu­men und Stra­ßen sowie der Anflug­rou­ten von Gip­fel­teil­neh­mern ver­wen­det wur­den und den Auf­trag hat­ten, zu beob­ach­ten und Wahr­neh­mun­gen an die Poli­zei wei­ter zu mel­den.

Zur Gewähr­leis­tung der Sicher­heit im Luft­raum wur­den zudem drei AWACS-Luft­fahr­zeu­ge im Rah­men des NATO-Ver­ban­des ein­ge­setzt, die ein Luft­la­ge­bild erstell­ten. Dar­über hin­aus hielt die Luft­waf­fe vor und wäh­rend des G8-Gip­fels vier Luft­fahr­zeu­ge Euro­figh­ter und acht Luft­fahr­zeu­ge Phan­tom bereit, die etwa 23 Flug­stun­den erbrach­ten.

Wei­ter­hin unter­hielt die Bun­des­wehr zur Siche­rung der not­ärzt­li­chen Ver­sor­gung wäh­rend des Gip­fels in Bad Doberan ein mobi­les Sani­täts­ret­tungs­zen­trum, wobei ihr für Teil­be­rei­che im Lie­gen­schafts­be­reich des Kran­ken­hau­ses Bad Doberan die Aus­übung des Haus­rechts über­tra­gen wur­de. Zur Siche­rung der Tätig­keit der Sani­täts­sol­da­ten und zur Wahr­neh­mung des Haus­rechts wur­den Feld­jä­ger ein­ge­setzt.

Die Frak­ti­on Bündnis90/​Die Grü­nen im Deut­schen Bun­des­tag hat im Organ­streit­ver­fah­ren die Fest­stel­lung bean­tragt, dass die Bun­des­re­gie­rung die Rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges aus Art. 87a Abs. 2 GG dadurch ver­letzt habe, dass sie es unter­las­sen habe, vor dem Ein­satz der Bun­des­wehr anläss­lich des G8-Gip­fels den Deut­schen Bun­des­tag damit zu befas­sen.

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts

Der Zwei­te Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts hat den Antrag als offen­sicht­lich unbe­grün­det ver­wor­fen. Eine even­tu­el­le Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Ver­wen­dung der Bun­des­wehr hät­te durch die blo­ße Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges nicht besei­tigt wer­den kön­nen. Wei­ter­hin ist mit Blick auf die bis­he­ri­ge Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts nicht ersicht­lich, dass sich dem Grund­ge­setz ein Erfor­der­nis der Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges zu dem hier in Rede ste­hen­den Bun­des­wehr­ein­satz ent­neh­men lie­ße. Die Antrag­stel­le­rin kann sich auch nicht mit Erfolg dar­auf beru­fen, dass es der Ver­wen­dung der Bun­des­wehr mit Blick auf den Ver­fas­sungs­vor­be­halt des Art. 87a Abs. 2 GG an einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­la­ge gefehlt habe, da sich aus die­ser Norm kein eige­nes Recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges ergibt.

Der Organ­streit zielt auf die Aus­le­gung des Grund­ge­set­zes aus Anlass von Strei­tig­kei­ten über die Rech­te und Pflich­ten von Ver­fas­sungs­or­ga­nen (Art. 93 Abs. 1 Nr. 1 GG). Der Organ­streit ist eine kon­tra­dik­to­ri­sche Par­tei­strei­tig­keit mit Antrag­stel­ler und Antrags­geg­ner und kein objek­ti­ves Ver­fah­ren. Das Organ­streit­ver­fah­ren dient maß­geb­lich der gegen­sei­ti­gen Abgren­zung der Kom­pe­ten­zen von Ver­fas­sungs­or­ga­nen oder ihren Tei­len in einem Ver­fas­sungs­rechts­ver­hält­nis, nicht der davon los­ge­lös­ten Kon­trol­le der objek­ti­ven Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit eines bestimm­ten Organ­han­delns2. Der Organ­streit ist kei­ne objek­ti­ve Bean­stan­dungs­kla­ge. Das Grund­ge­setz hat den Deut­schen Bun­des­tag als Gesetz­ge­bungs­or­gan, nicht aber als umfas­sen­des „Rechts­auf­sichts­or­gan“ über die Bun­des­re­gie­rung ein­ge­setzt. Aus dem Grund­ge­setz lässt sich kein eige­nes Recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges dahin­ge­hend ablei­ten, dass jeg­li­ches mate­ri­ell oder for­mell ver­fas­sungs­wid­ri­ge Han­deln der Bun­des­re­gie­rung unter­blei­be3. Mit Rech­ten im Sin­ne des § 64 Abs. 1 BVerfGG sind daher allein die­je­ni­gen Rech­te gemeint, die dem Antrag­stel­ler zur aus­schließ­lich eige­nen Wahr­neh­mung oder zur Mit­wir­kung über­tra­gen sind oder deren Beach­tung erfor­der­lich ist, um die Wahr­neh­mung sei­ner Kom­pe­ten­zen und die Gül­tig­keit sei­ner Akte zu gewähr­leis­ten4. In der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist daher aner­kannt, dass die Grund­rech­te als sol­che Rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges im Sin­ne des § 64 Abs. 1 BVerfGG nicht begrün­den5. Ein Recht im Sin­ne des § 64 Abs. 1 BVerfGG erwächst dem Deut­schen Bun­des­tag dar­über hin­aus nicht aus jeder Bestim­mung des Grund­ge­set­zes mit Blick dar­auf, dass infol­ge von Art. 79 Abs. 1 und Abs. 2 GG kei­ne die­ser Bestim­mun­gen ohne Mit­wir­kung des Deut­schen Bun­des­ta­ges abge­än­dert oder auf­ge­ho­ben wer­den kann. Nur dann, wenn eine Bestim­mung selbst Rech­te oder Pflich­ten im Sin­ne des § 64 Abs. 1 BVerfGG begrün­det, kann ihre Ver­let­zung befug­ter­ma­ßen gerügt wer­den4

Kei­ne Betei­li­gungs­rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges

Soweit die antrag­stel­len­de Bun­des­tags­frak­ti­on die Ver­let­zung eines Betei­li­gungs­rechts des Deut­schen Bun­des­ta­ges gera­de aus der von ihr ange­nom­me­nen Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Ver­wen­dung der Bun­des­wehr ablei­ten möch­te, fehlt es ihr an der Antrags­be­fug­nis, weil im Fall der Ver­fas­sungs­wid­rig­keit auch durch eine vor­he­ri­ge Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges in Form eines ein­fa­chen Beschlus­ses ein ver­fas­sungs­kon­for­mer Zustand nicht hät­te her­ge­stellt wer­den kön­nen.

Dar­über hin­aus ist nicht erkenn­bar, inwie­weit Betei­li­gungs­rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges in Bezug auf kon­kre­te Ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr im Inland, sei­en es bewaff­ne­te oder unbe­waff­ne­te Ver­wen­dun­gen, auch dort bestehen könn­ten, wo das Grund­ge­setz sie nicht selbst vor­sieht.

Rechts­la­ge bei Aus­lands­ver­wen­dung der Bun­des­wehr

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in frü­he­ren Ent­schei­dun­gen nur für Aus­lands­ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr den wehr­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rege­lun­gen des Grund­ge­set­zes das Prin­zip eines kon­sti­tu­ti­ven Par­la­ments­vor­be­halts für den bewaff­ne­ten Ein­satz von Streit­kräf­ten ent­nom­men.

In sei­ner Ent­schei­dung zu den Aus­lands­ein­sät­zen6 hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt der deut­schen Ver­fas­sungs­tra­di­ti­on seit 1918 sowie den wehr­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rege­lun­gen des Grund­ge­set­zes das Prin­zip eines kon­sti­tu­ti­ven Par­la­ments­vor­be­halts für den mili­tä­ri­schen Ein­satz von Streit­kräf­ten ent­nom­men7. Nach Art. 45 Abs. 2 WRV waren Kriegs­er­klä­run­gen und Frie­dens­schlüs­se der Legis­la­ti­ve vor­be­hal­ten; Art. 59a Abs. 1 GG in der Fas­sung von 1956 knüpf­te dar­an an, indem die „schick­sal­haf­te poli­ti­sche Ent­schei­dung über Krieg und Frie­den“ der obers­ten Ver­tre­tung des gan­zen Vol­kes, mit­hin dem Deut­schen Bun­des­tag, über­tra­gen wur­de, dem die Fest­stel­lung des Ein­tritts des Ver­tei­di­gungs­fal­les oblag8. Dies fin­det im gel­ten­den Recht sei­ne Fort­set­zung in Art. 115a Abs. 1 GG. Die auf die Streit­kräf­te bezo­ge­nen Rege­lun­gen des Grund­ge­set­zes sind danach dar­auf ange­legt, die Bun­des­wehr nicht als Macht­po­ten­ti­al allein der Exe­ku­ti­ve zu über­las­sen, son­dern sie als „Par­la­ments­heer“ in die demo­kra­tisch rechts­staat­li­che Ver­fas­sungs­ord­nung ein­zu­fü­gen9.

Rechts­la­ge bei Inlands­ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr

Für die inne­re Ver­wen­dung der Bun­des­wehr im Ver­tei­di­gungs­fall und im Span­nungs­fall (Art. 87a Abs. 3 GG), das heißt soweit die Streit­kräf­te befugt sind oder ermäch­tigt wer­den kön­nen, zivi­le Objek­te zu schüt­zen und Auf­ga­ben der Ver­kehrs­re­ge­lung wahr­zu­neh­men, ergibt sich die Mit­wir­kung der gesetz­ge­ben­den Kör­per­schaf­ten aus der vom Deut­schen Bun­des­tag mit Zustim­mung des Bun­des­ra­tes zu tref­fen­den vor­he­ri­gen Fest­stel­lung des Ver­tei­di­gungs­fal­les bezie­hungs­wei­se des Span­nungs­fal­les. Eine Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges zum kon­kre­ten Ein­satz ist dage­gen nicht vor­ge­se­hen.

Dar­über hin­aus besteht bei dem nach Art. 87a Abs. 4 GG mög­li­chen Ein­satz von Streit­kräf­ten beim Schutz von zivi­len Objek­ten und bei der Bekämp­fung orga­ni­sier­ter und mili­tä­risch bewaff­ne­ter Auf­stän­di­scher ledig­lich ein Rück­ruf­recht, das heißt der Ein­satz ist ein­zu­stel­len, wenn der Deut­sche Bun­des­tag oder der Bun­des­rat es ver­lan­gen. Wei­ter­ge­hen­de Betei­li­gungs­rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges mit Blick auf inne­re Ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr sind weder im Grund­ge­setz vor­ge­se­hen noch aus der im Kon­text von Aus­lands­ein­sät­zen ver­wen­de­ten Bezeich­nung der Bun­des­wehr als Par­la­ments­heer abzu­lei­ten.

In Bezug auf die inne­re Ver­wen­dung der Bun­des­wehr im Ver­tei­di­gungs­fall, das heißt soweit die Streit­kräf­te nach Art. 87a Abs. 3 GG befugt sind oder ermäch­tigt wer­den kön­nen, zivi­le Objek­te zu schüt­zen und Auf­ga­ben der Ver­kehrs­re­ge­lung wahr­zu­neh­men, ergibt sich die Mit­wir­kung der gesetz­ge­ben­den Kör­per­schaf­ten aus der vom Deut­schen Bun­des­tag mit Zustim­mung des Bun­des­ra­tes gemäß Art. 115a Abs. 1 bezie­hungs­wei­se Art. 80a Abs. 1 Satz 1 GG zu tref­fen­den vor­he­ri­gen Fest­stel­lung des Ver­tei­di­gungs­fal­les bezie­hungs­wei­se des Span­nungs­fal­les10.

Mit Blick auf die Ver­wen­dungs­mög­lich­kei­ten der Bun­des­wehr im Innern außer­halb des Ver­tei­di­gungs­fal­les und des Span­nungs­fal­les hat der Senat dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ein nach Art. 87a Abs. 4 Satz 1 GG mög­li­cher Ein­satz von Streit­kräf­ten beim Schutz von zivi­len Objek­ten und bei der Bekämp­fung orga­ni­sier­ter und mili­tä­risch bewaff­ne­ter Auf­stän­di­scher ein­zu­stel­len ist, wenn der Deut­sche Bun­des­tag oder der Bun­des­rat es ver­lan­gen (Satz 2). Bei Natur­ka­ta­stro­phen oder Unglücks­fäl­len, die das Gebiet mehr als eines Lan­des betref­fen, wird der Ein­satz von Streit­kräf­ten zur Unter­stüt­zung der Poli­zei­kräf­te vom Grund­ge­setz vor allem als bun­des­staat­li­ches Pro­blem ver­stan­den: Er ist nach Art. 35 Abs. 3 Satz 2 GG jeder­zeit auf Ver­lan­gen des Bun­des­ra­tes auf­zu­he­ben11.

Ein all­ge­mei­nes Zustim­mungs­recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges in Bezug auf kon­kre­te Ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr im Inland, sei­en es bewaff­ne­te oder unbe­waff­ne­te Ver­wen­dun­gen, ist dem Grund­ge­setz nach den Aus­füh­run­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts daher gera­de nicht zu ent­neh­men. Dies gilt unab­hän­gig davon, ob der Ver­tei­di­gungs­fall oder der Span­nungs­fall vor­liegt oder ob dies nicht der Fall ist; denn auch Art. 87a Abs. 3 GG sieht die Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges zum kon­kre­ten Ein­satz der Bun­des­wehr nicht vor.

Kein Fall des wehr­ver­fas­sungs­recht­li­chen Par­la­ments­vor­be­halts

Auch die der Ent­schei­dung BVerfGE 121, 135 zu Grun­de lie­gen­den Über­le­gun­gen haben den wehr­ver­fas­sungs­recht­li­chen Par­la­ments­vor­be­halt ledig­lich als ein wirk­sa­mes Mit­ent­schei­dungs­recht des Deut­schen Bun­des­ta­ges in Ange­le­gen­hei­ten der aus­wär­ti­gen Gewalt behan­delt. Dort hat der Senat aus­ge­führt, dass das Grund­ge­setz die Ent­schei­dung über Krieg und Frie­den dem Deut­schen Bun­des­tag nicht nur mit Blick auf die Fest­stel­lung des Ver­tei­di­gungs­fal­les und des Span­nungs­fal­les, son­dern dar­über hin­aus für den Ein­satz bewaff­ne­ter Streit­kräf­te in Sys­te­men gegen­sei­ti­ger kol­lek­ti­ver Sicher­heit im Sin­ne von Art. 24 Abs. 2 GG über­tra­gen hat12.

Art. 24 Abs. 2 GG ermäch­tigt den Bund dazu, sich zur Wah­rung des Frie­dens einem Sys­tem gegen­sei­ti­ger kol­lek­ti­ver Sicher­heit ein­zu­ord­nen sowie die Bun­des­wehr im Rah­men und nach den Regeln eines sol­chen Sys­tems ein­zu­set­zen13. Die inner­staat­li­che Kom­pe­tenz­ver­tei­lung des Grund­ge­set­zes ver­langt dabei, dass der Deut­sche Bun­des­tag der Ver­trags­grund­la­ge des jewei­li­gen Sys­tems gegen­sei­ti­ger kol­lek­ti­ver Sicher­heit zuge­stimmt hat (Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG). Mit der Zustim­mung zu einem Ver­trags­ge­setz bestim­men der Deut­sche Bun­des­tag und der Bun­des­rat den Umfang der auf dem Ver­trag beru­hen­den Bin­dun­gen und tra­gen dafür die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung gegen­über dem Bür­ger14.

Die Bun­des­re­gie­rung ist aller­dings befugt, die Ver­trags­grund­la­ge eines Sys­tems gegen­sei­ti­ger kol­lek­ti­ver Sicher­heit in den For­men des Völ­ker­rechts ohne Betei­li­gung des Deut­schen Bun­des­ta­ges fort­zu­ent­wi­ckeln, solan­ge sie über die mit dem Zustim­mungs­ge­setz erteil­te Ermäch­ti­gung nicht hin­aus­geht und somit nicht ultra vires han­delt15. Das Grund­ge­setz räumt der Bun­des­re­gie­rung für die Rege­lung der aus­wär­ti­gen Bezie­hun­gen einen grund­sätz­lich weit bemes­se­nen Spiel­raum eige­ner Gestal­tung ein16.

Die bünd­nis­po­li­ti­sche Gestal­tungs­frei­heit der Bun­des­re­gie­rung endet aber dort, wo es dar­um geht, inner­staat­lich dar­über zu befin­den, ob sich Sol­da­ten der Bun­des­wehr an einem kon­kre­ten Ein­satz betei­li­gen, der im Bünd­nis beschlos­sen wur­de. Die Ver­ant­wor­tung dafür liegt in der Hand des Reprä­sen­ta­ti­ons­or­gans des Vol­kes, mit­hin des Deut­schen Bun­des­ta­ges. Der wehr­ver­fas­sungs­recht­li­che Par­la­ments­vor­be­halt stellt inso­weit ein wesent­li­ches Kor­rek­tiv für die Gren­zen der par­la­men­ta­ri­schen Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me im Bereich der aus­wär­ti­gen Sicher­heits­po­li­tik dar. Der weit bemes­se­ne Gestal­tungs­spiel­raum der Exe­ku­ti­ve im aus­wär­ti­gen Bereich endet mit der Anwen­dung mili­tä­ri­scher Gewalt17. Die funk­ti­ons­ge­rech­te Tei­lung der Staats­ge­walt im Bereich der aus­wär­ti­gen Ange­le­gen­hei­ten gestal­tet sich im Hin­blick auf Sys­te­me gegen­sei­ti­ger kol­lek­ti­ver Sicher­heit nach der Recht­spre­chung des Senats daher so, dass das Par­la­ment durch sei­ne Mit­ent­schei­dung grund­le­gen­de Ver­ant­wor­tung für die ver­trag­li­che Grund­la­ge des Sys­tems einer­seits und für die Ent­schei­dung über den kon­kre­ten bewaff­ne­ten Streit­kräf­te­ein­satz ande­rer­seits über­nimmt, wäh­rend im Übri­gen die nähe­re Aus­ge­stal­tung der Bünd­nis­po­li­tik als Kon­zept­ver­ant­wor­tung eben­so wie kon­kre­te Ein­satz­pla­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung oblie­gen18.

Ange­sichts die­ser Recht­spre­chung ist nicht erkenn­bar, inwie­weit Betei­li­gungs­rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges mit Blick auf Ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr im Innern auch dort bestehen könn­ten, wo das Grund­ge­setz sie nicht selbst vor­sieht, das heißt über die von Art. 87a Abs. 3 GG zu Grun­de geleg­te Fest­stel­lung des Ver­tei­di­gungs­fal­les bezie­hungs­wei­se Span­nungs­fal­les und das in Art. 87a Abs. 4 Satz 2 GG gere­gel­te Rück­ruf­recht hin­aus. Aus der im Kon­text von Aus­lands­ein­sät­zen ver­wen­de­ten Bezeich­nung der Bun­des­wehr als Par­la­ments­heer allei­ne lässt sich kei­ne Befug­nis des Deut­schen Bun­des­ta­ges ablei­ten.

Kein Fall des Ver­fas­sungs­vor­be­halts nach Art. 87a Abs. 2 GG

Auch soweit die Antrag­stel­le­rin fest­ge­stellt wis­sen möch­te, dass es der Ver­wen­dung der Bun­des­wehr unter dem Gesichts­punkt des Ver­fas­sungs­vor­be­hal­tes in Art. 87a Abs. 2 GG an einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­la­ge gefehlt habe, greift die Rüge der Ver­let­zung eines Rechts des Deut­schen Bun­des­ta­ges nicht durch. Nach Art. 87a Abs. 2 GG dür­fen die Streit­kräf­te außer zur Ver­tei­di­gung nur ein­ge­setzt wer­den, soweit das Grund­ge­setz es aus­drück­lich zulässt. Jeden­falls bei Ein­sät­zen der Bun­des­wehr im Innern wäre dem­nach im Fal­le einer Über­schrei­tung der Gren­zen, inner­halb derer das Grund­ge­setz die­se zulässt, eine Ver­fas­sungs­än­de­rung erfor­der­lich. Vor­aus­set­zung für die Beru­fung des Deut­schen Bun­des­ta­ges auf ein ihm vom Grund­ge­setz über­tra­ge­nes Recht im Organ­streit­ver­fah­ren ist aber, dass die­ses Recht ihm zur aus­schließ­lich eige­nen Wahr­neh­mung oder zur Mit­wir­kung über­tra­gen ist. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­mit­telt die Stel­lung des Deut­schen Bun­des­ta­ges als ver­fas­sungs­än­dern­der Gesetz­ge­ber die­sem ein sol­ches Recht nicht, weil ihm ande­ren­falls im Wege des Organ­streit­ver­fah­rens eine abs­trak­te Kon­trol­le der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Ver­hal­tens des Antrags­geg­ners schlecht­hin ermög­licht wür­de4.

Jen­seits des Ver­fas­sungs­vor­be­halts ver­mit­telt Art. 87a Abs. 2 GG dem Deut­schen Bun­des­tag jedoch kei­ne eige­nen Rech­te. Weder dem Wort­laut die­ser Norm noch ihrer Ent­ste­hungs­ge­schich­te und Ziel­set­zung, die auf eine frei­heits­si­chern­de Funk­ti­on hin­deu­ten, sind Anhalts­punk­te dafür zu ent­neh­men, dass ihr kom­pe­tenz­schüt­zen­de Wir­kung zu Guns­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges zukä­me.

Dem Wort­laut der Norm ist kein Hin­weis dar­auf zu ent­neh­men, dass dem Deut­schen Bun­des­tag hier ein Recht im Sin­ne des § 64 Abs. 1 BVerfGG über­tra­gen wür­de. Anders als etwa in Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG, der aus­drück­lich von der Zustim­mung oder der Mit­wir­kung der jeweils für die Bun­des­ge­setz­ge­bung zustän­di­gen Kör­per­schaf­ten spricht, wird der Deut­sche Bun­des­tag in Art. 87a Abs. 2 GG nicht erwähnt.

Auch der Ent­ste­hungs­ge­schich­te und der Ziel­set­zung des Art. 87a Abs. 2 GG las­sen sich nach Ansicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts kei­ne Anhalts­punk­te dafür zu ent­neh­men, dass der Norm über ihren objek­ti­ven Aus­sa­ge­ge­halt hin­aus kom­pe­tenz­schüt­zen­de Wir­kung zu Guns­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges zukä­me. Die Vor­gän­ger­norm von Art. 87a Abs. 2 GG, Art. 143 GG in der Fas­sung von 195619, lau­te­te: „Die Vor­aus­set­zun­gen, unter denen es zuläs­sig wird, die Streit­kräf­te im Fal­le eines inne­ren Not­stan­des in Anspruch zu neh­men, kön­nen nur durch ein Gesetz gere­gelt wer­den, das die Erfor­der­nis­se des Arti­kels 79 erfüllt.” Auch die­ser Wort­laut lässt die Ver­an­ke­rung von Rech­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges nicht erken­nen. Es ist zwar rich­tig, dass es Ziel der zwei­ten Wehr­no­vel­le im Jahr 1956 war, eine Armee zu schaf­fen, „die ein­ge­bet­tet ist in das Staats­gan­ze und in die demo­kra­ti­sche frei­heit­li­che Ord­nung„20. Es soll­te ein Miss­brauch der Bun­des­wehr als innen­po­li­ti­sches Macht­in­stru­ment ver­mie­den wer­den21. Dem dien­te und dient gera­de der Ver­fas­sungs­vor­be­halt des Art. 143 GG in der Fas­sung von 1956 sowie des Art. 87a Abs. 2 GG in der heu­ti­gen Fas­sung, der einen Ein­satz der Streit­kräf­te jeden­falls im Innern ohne ver­fas­sungs­recht­li­che Grund­la­ge nicht zulässt. Ein kom­pe­tenz­schüt­zen­der Gehalt zu Guns­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges mit der Fol­ge, dass die­ser sich im Organ­streit­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf eine Ver­let­zung der Norm beru­fen könn­te, lässt sich aus die­sem Umstand aber nicht her­lei­ten. Das der par­la­men­ta­ri­schen Debat­te um Art. 143 GG a.F. zu ent­neh­men­de Ziel der Ein­bet­tung der Bun­des­wehr in die demo­kra­ti­sche frei­heit­li­che Ord­nung weist viel­mehr auf eine frei­heits­si­chern­de Funk­ti­on der Bestim­mung wie ihres Nach­fol­gers hin22. In die­se Rich­tung deu­tet auch der Schrift­li­che Bericht des Rechts­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges, auf des­sen Vor­schlag die gel­ten­de Fas­sung des Art. 87a Abs. 2 GG zurück­geht. Dort heißt es, die Bestim­mung beschrän­ke nur den Ein­satz der Streit­kräf­te, das heißt ihre Ver­wen­dung als Mit­tel der voll­zie­hen­den Gewalt23.

Ein kom­pe­tenz­schüt­zen­der Gehalt des Art. 87a Abs. 2 GG ergibt sich auch nicht dar­aus, dass nach Art. 59a Abs. 1 GG in der Fas­sung von 1956 eben­so wie nach Art. 115a Abs. 1 Satz 1 GG in der heu­te gül­ti­gen Fas­sung die Fest­stel­lung des Ver­tei­di­gungs­fal­les sowie nach Art. 80a Abs. 1 Satz 1 GG die Fest­stel­lung des Span­nungs­fal­les durch den Deut­schen Bun­des­tag getrof­fen wird. Eben­so wenig kann ein sol­cher Schluss aus des­sen Rück­ruf­recht aus Art. 87a Abs. 4 Satz 2 GG gezo­gen wer­den. Wie bereits dar­ge­legt, kön­nen die genann­ten Rege­lun­gen zum einen nicht ohne wei­te­res dahin gene­ra­li­siert wer­den, dass auch Ver­wen­dun­gen der Bun­des­wehr im Inland wie die in Streit ste­hen­de, die mit weit weni­ger Gefah­ren­po­ten­zi­al behaf­tet war, der Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges unter­lie­gen. Zum ande­ren kann aus ihnen nicht gefol­gert wer­den, dass der even­tu­el­le Man­gel der ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­la­ge der ange­grif­fe­nen Ver­wen­dung der Bun­des­wehr vom Deut­schen Bun­des­tag im Organ­streit­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gel­tend gemacht wer­den kann, und zwar jeden­falls dann nicht, wenn – wie hier – die Ver­wen­dung offen­sicht­lich nicht in einer Situa­ti­on erfolg­te, die einer der von den genann­ten Vor­schrif­ten in den Blick genom­me­nen Situa­tio­nen nahe­kommt.

Kei­ne Kon­trol­le auf Grund­rechts­ver­let­zun­gen

Gera­de auch mit Blick auf die vor­lie­gen­de Fall­kon­stel­la­ti­on wird deut­lich, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, dass die erho­be­ne Rüge, im Zusam­men­hang mit dem G8-Gip­fel sei­en die Streit­kräf­te im Sin­ne des Art. 87a Abs. 2 GG ohne die erfor­der­li­che ver­fas­sungs­recht­li­che Grund­la­ge ein­ge­setzt wor­den, in ers­ter Linie der Gel­tend­ma­chung mög­li­cher Grund­rechts­ver­stö­ße dient. Haupt­an­lie­gen der Antrag­stel­le­rin ist es, fest­stel­len zu las­sen, dass die Über­flü­ge der Demons­tran­ten-Camps mit Tor­na­do-Flug­zeu­gen der Bun­des­wehr, die Anfer­ti­gung von Fotos aus der Luft wie auch die Beob­ach­tung durch die Späh­sys­te­me Fen­nek die Grund­rech­te der Demons­tran­ten und Gip­fel­geg­ner ver­letz­ten.

Selbst wenn man davon aus­gin­ge – was hier offen blei­ben kann -, dass die getrof­fe­nen Maß­nah­men in Grund­rech­te ein­ge­grif­fen hät­ten, könn­te der Deut­sche Bun­des­tag der­ar­ti­ge even­tu­el­le Rechts­ver­let­zun­gen Ein­zel­ner nicht im Wege des Organ­streits vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gel­tend machen. Das gilt auch für den Fall, dass die Schwel­le zum Ein­satz der Streit­kräf­te im Sin­ne des Art. 87a Abs. 2 GG über­schrit­ten wor­den wäre. Die Rüge von Grund­rechts­ver­let­zun­gen im Ver­fas­sungs­pro­zess muss auch in die­ser Kon­stel­la­ti­on den Betrof­fe­nen vor­be­hal­ten blei­ben24.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 4. Mai 2010 – 2 BvE 5/​07

  1. vgl. BVerfGE 90, 286
  2. vgl. BVerfGE 68, 1, 69 ff.; 73, 1, 29 f.; 80, 188, 212; 104, 151, 193 f.; 118, 244, 257
  3. vgl. BVerfGE 68, 1, 72 f.
  4. vgl. BVerfGE 68, 1, 73
  5. vgl. BVerfGE 68, 1, 69 ff.
  6. BVerfGE 90, 286
  7. vgl. BVerfGE 90, 286, 381 ff.
  8. vgl. BVerfGE 90, 286, 384
  9. vgl. BVerfGE 90, 286, 381 f.; 121, 135, 153 f.
  10. vgl. BVerfGE 90, 286, 386
  11. vgl. BVerfGE 90, 286, 386 f.
  12. vgl. BVerfGE 121, 135, 153 f.
  13. vgl. BVerfGE 90, 286, 345 ff.; 121, 135, 156
  14. vgl. BVerfGE 104, 151, 209; 118, 244, 260; 121, 135, 157
  15. vgl. BVerfGE 104, 151, 209 f.; 118, 244, 260; 121, 135, 158
  16. vgl. BVerfGE 121, 135, 158, 160
  17. vgl. BVerfGE 121, 135, 160 f.
  18. vgl. BVerfGE 121, 135, 162
  19. vgl. Gesetz zur Ergän­zung des Grund­ge­set­zes vom 19. März 1956, BGBl I S. 111
  20. vgl. den Rede­bei­trag des Abge­ord­ne­ten Dr. Arndt [SPD], Deut­scher Bun­des­tag, 2. Wahl­pe­ri­ode, 132. Sit­zung vom 6. März 1956, S. 6825 B
  21. vgl. Dürig, in: Maunz/​Dürig, GG, Art. 87a Rn. 28 [August 1971]
  22. vgl. Lin­ke, AöR 129 [2004], 489, 510 ff.
  23. vgl. BT-Drs. V/​2873, S. 13
  24. vgl. dazu schon BVerfGE 68, 1, 69 ff.