For­mu­lar­de­fi­zi­te bei der Agrar­för­de­rung

Eine defi­zi­tä­re Abfas­sung der zu ver­wen­den­den amt­li­chen For­mu­la­re und der Aus­füll­hin­wei­se für die Bean­tra­gung der Fest­set­zung von Zah­lungs­an­sprü­chen kann das aus dem Rechts­staats­prin­zip her­zu­lei­ten­de Gebot einer rechts­staat­li­chen Ver­fah­rens­ge­stal­tung ver­let­zen, und zwar mit der Rechts­fol­ge, dass einem Antrag­stel­ler die aus die­ser Ver­let­zung resul­tie­ren­de Ver­säu­mung einer Anga­be nicht ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den kann.

For­mu­lar­de­fi­zi­te bei der Agrar­för­de­rung

Objek­ti­ve Män­gel des Antrags­for­mu­lars und der Aus­füll­hin­wei­se kön­nen außer­ge­wöhn­li­che Umstän­de im Sin­ne der Art. 34 Abs. 3 und 40 Abs. 4 VO (EG) 1782/​2003 dar­stel­len, derent­we­gen auch nach Ablauf der Antrags­frist des § 11 Abs. 1 Satz 1 InVe­KoSV a.F. nach­ge­hol­te Anga­ben des Betriebs­in­ha­bers zu berück­sich­ti­gen sind.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 12. April 2011 – 10 LA 64/​09