Lärm­schutz­be­lan­ge bei einem Base­ball­platz

Der Bebau­ungs­plan "Base­ball­an­la­ge Hart­müh­len­weg" der Stadt Mainz ver­letzt die Antrag­stel­ler nicht in ihrem Anspruch auf gerech­te Abwä­gung ihrer Belan­ge und ist des­halb nicht zu bean­stan­den, ent­schied das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz in Koblenz.

Lärm­schutz­be­lan­ge bei einem Base­ball­platz

Der Bebau­ungs­plan "Base­ball­an­la­ge Hart­müh­len­weg" der Stadt Mainz sieht den Bau einer Base­ball­an­la­ge vor. Die Antrag­stel­ler, wel­che im 200 m ent­fern­ten Wohn­ge­biet "Am Lun­gen­berg" Eigen­tü­mer von Grund­stü­cken sind, haben gegen den Bebau­ungs­plan einen Nor­men­kon­troll­an­trag gestellt. Sie befürch­ten unzu­mut­ba­re Beläs­ti­gun­gen durch den Betrieb der Anla­ge. Der Nor­men­kon­troll­an­trag hat­te kei­nen Erfolg.

Nach­dem eine im Vor­feld des Plan­auf­stel­lungs­be­schlus­ses durch die Stadt­ver­wal­tung durch­ge­führ­te Unter­su­chung alter­na­ti­ver Stand­or­te zu dem zutref­fen­den Ergeb­nis gelangt sei, dass alle geprüf­ten bzw. von den Antrag­stel­lern ins Gespräch gebrach­ten Alter­na­tiv­stand­or­te aus recht­li­chen oder tat­säch­li­chen Hin­de­rungs­grün­den nicht in Betracht kämen, habe der Stadt­rat sei­ne wei­te­re Pla­nung auf den Stand­ort "Hart­müh­len­weg" kon­zen­trie­ren dür­fen. Die Lärm­schutz­be­lan­ge der Antrag­stel­ler sei­en zutref­fend ermit­telt, bewer­tet und gerecht abge­wo­gen wor­den. Denn die nach der ein­schlä­gi­gen Sport­an­la­gen­lärm­schutz­ver­ord­nung maß­geb­li­chen Immis­si­ons­richt­wer­te wür­den im Bereich der Grund­stü­cke der Antrag­stel­ler ein­ge­hal­ten. Unzu­mut­ba­re Beein­träch­ti­gun­gen durch die Flut­licht­an­la­ge könn­ten durch Auf­la­gen im Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren ver­hin­dert wer­den.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Urteil vom 22. Dezem­ber 2010 – 8 C 10600/​10.OVG