Orts­be­sich­ti­gung durch den beauf­trag­ten Rich­ter

Für die Fra­ge, ob ein Gericht nach § 96 Abs. 2 VwGO schon vor der münd­li­chen Ver­hand­lung durch eines sei­ner Mit­glie­der als beauf­trag­ten Rich­ter Beweis erhe­ben las­sen kann, gel­ten die Kri­te­ri­en für die Beweis­auf­nah­me durch den Vor­sit­zen­den oder Bericht­erstat­ter im vor­be­rei­ten­den Ver­fah­ren nach § 87 Abs. 3 Satz 2 VwGO [1].

Orts­be­sich­ti­gung durch den beauf­trag­ten Rich­ter

Es kommt dar­auf an, dass von vorn­her­ein anzu­neh­men ist, dass das Gericht das Beweis­ergeb­nis auch ohne unmit­tel­ba­ren Ein­druck von dem Ver­lauf der Beweis­auf­nah­me sach­ge­mäß zu wür­di­gen ver­mag. Dies gilt auch für Orts­be­sich­ti­gun­gen [2].

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 19. März 2015 – 4 C 12.2014 -

  1. vgl. BVerwG, Beschluss vom 21.04.1994 – 1 B 14.94, Buch­holz 11 Art. 140 GG Nr. 54 S. 2 f.[]
  2. BVerwG, Beschluss vom 15.08.1997 – 4 B 130.97, Buch­holz 310 § 87 VwGO Nr. 9 S. 2[]