Staats­haf­tung wegen Ein­weg-Pfand?

Ob ein Ver­stoß eines Mit­glied­staa­tes gegen Euro­päi­sches Gemein­schafts­recht – als Vor­aus­set­zung für einen gemein­schafts­recht­li­chen Staats­haf­tungs­an­spruch – hin­rei­chend qua­li­fi­ziert ist, hat der Tatrich­ter unter Berück­sich­ti­gung aller maß­geb­li­chen Umstän­de, ins­be­son­de­re an Hand der vom Gerichts­hof der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten ent­wi­ckel­ten Leit­li­ni­en fest­zu­stel­len.

Staats­haf­tung wegen Ein­weg-Pfand?

Mit der Inkraft­set­zung der Pfan­d­er­he­bungs- und Rück­nah­me­pflicht von Ein­weg­ge­trän­ke­ver­pa­ckun­gen zum 1. Janu­ar 2003 ist der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land kein qua­li­fi­zier­ter Ver­stoß gegen die Ver­pa­ckungs­richt­li­nie 94/​62/​EG vom 20. Dezem­ber 1994 und gegen Art. 28 EG unter­lau­fen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Janu­ar 2009 – III ZR 233/​07