Über­stel­lung eines Asyl­su­chen­den nach Bul­ga­ri­en

Nach der aktu­el­len Erkennt­nis­mit­tel­la­ge ist die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob das Asyl- und Auf­nah­me­ver­fah­ren in Bul­ga­ri­en (noch) mit sys­te­mi­schen Män­geln behaf­tet ist, als offen anzu­se­hen. Vor die­sem Hin­ter­grund ist nach der vor­zu­neh­men­den Inter­es­sen­ab­wä­gung von einer Über­stel­lung nach Bul­ga­ri­en abzu­se­hen.

Über­stel­lung eines Asyl­su­chen­den nach Bul­ga­ri­en

Rechts­grund­la­ge für die Abschie­bungs­an­ord­nung ist § 34 a Abs. 1 AsylVfG. Danach ord­net das Bun­des­amt dann, wenn ein Aus­län­der in einen siche­ren Dritt­staat (§ 26 a AsylVfG) oder in einen für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens zustän­di­gen Staat (§ 27 a AsylVfG) abge­scho­ben wer­den soll, die Abschie­bung in die­sen Staat an, sobald fest­steht, dass sie durch­ge­führt wer­den kann. Gem. § 27 a AsylVfG ist ein Asyl­an­trag unzu­läs­sig, wenn ein ande­rer Staat auf­grund von Rechts­vor­schrif­ten der Euro­päi­schen Gemein­schaft oder eines völ­ker­recht­li­chen Ver­tra­ges für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens zustän­dig ist. Die Anord­nung der Abschie­bung als Zwangs­mit­tel beruht vor­lie­gend auf der voll­zieh­ba­ren Grund­ver­fü­gung im Bescheid des Bun­des­am­tes, dass der Asyl­an­trag des Asyl­be­wer­bers gem. § 27a AsylVfG unzu­läs­sig ist, weil Bul­ga­ri­en für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens zustän­dig ist. Die Grund­ver­fü­gung ist voll­zieh­bar, weil die Kla­ge des Asyl­be­wer­bers gegen die­se Ent­schei­dung gem. § 75 Abs. 1 AsylVfG kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung hat.

Bul­ga­ri­en ist im vor­lie­gen­den Fall für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens zwar nach den ein­schlä­gi­gen Vor­schrif­ten grund­sätz­lich zustän­dig.

Die Zustän­dig­keit für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens rich­tet sich vor­lie­gend nach der Ver­ord­nung (EG) Nr. 343/​2003 des Rates vom 18.02.2003 zur Fest­le­gung der Kri­te­ri­en und Ver­fah­ren zur Bestim­mung des Mit­glieds­staa­tes, der für die Prü­fung eines von einem Dritt­staats­an­ge­hö­ri­gen in einem Mit­glied­staat gestell­ten Asyl­an­tra­ges zustän­dig ist 1 – Dub­lin II-VO. Die Zustän­dig­keits­kri­te­ri­en der Dub­lin II-VO fin­den nach Art. 49 Abs. 2 der Ver­ord­nung (EU) Nr. 604/​2013 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 26.06.2013 zur Fest­le­gung der Kri­te­ri­en und Ver­fah­ren zur Bestim­mung des Mit­glied­staa­tes, der für die Prü­fung eines von einem Dritt­staats­an­ge­hö­ri­gen oder Staa­ten­lo­sen in einem Mit­glied­staat gestell­ten Antrags auf inter­na­tio­na­len Schutz zustän­dig ist (Neu­fas­sung) 2Dub­lin III-VO – auf Asyl­an­trä­ge, die vor dem 1.01.2014 gestellt wor­den sind, wei­ter­hin Anwen­dung. Hier hat der Asyl­be­wer­ber am 19.12 2013 in der Bun­des­re­pu­blik einen Asyl­an­trag gestellt.

Die Zustän­dig­keit Bul­ga­ri­ens ist auch nicht nach den Vor­schrif­ten über die Wie­der­auf­nah­me aus­nahms­wei­se auf die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land über­ge­gan­gen. Die Moda­li­tä­ten des Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­rens sind vor­lie­gend gem. Art. 49 Abs. 2 Satz 1 Dub­lin III-VO anhand der Dub­lin III-VO zu prü­fen, da das Über­nah­me­ge­such der Antrags­geg­ne­rin an Bul­ga­ri­en am 28.03.2014 gestellt wor­den ist. Das Wie­der­auf­nah­me­ersu­chen wur­de auch inner­halb der 2-Monats­frist gem. Art. 23 Abs. 2 Dub­lin III-VO gestellt, da die EURODAC Tref­fer­mel­dung am 28.03.2014 erfolg­te. Die zustän­di­ge bul­ga­ri­sche Behör­de hat dem Gesuch zuge­stimmt, so dass die Zustän­dig­keit nach Art. 25 Abs. 1 Dub­lin III-VO gege­ben wäre.

Es lie­gen jedoch Umstän­de vor, die die Zustän­dig­keit Bul­ga­ri­ens in Durch­bre­chung des Sys­tems der Bestim­mun­gen der Dub­lin-Ver­ord­nun­gen ent­fal­len las­sen könn­ten.

Dem Gemein­sa­men Euro­päi­schen Asyl­sys­tem, zu dem ins­be­son­de­re die Dub­lin-Ver­ord­nun­gen gehö­ren, liegt die Ver­mu­tung zugrun­de, dass jeder Asyl­be­wer­ber in jedem Mit­glied­staat gemäß den Anfor­de­run­gen der Char­ta der Grund­rech­te der Euro­päi­schen Uni­on 3, des Abkom­mens über die Rechts­stel­lung der Flücht­lin­ge vom 28.07.1951 4 sowie der Euro­päi­schen Kon­ven­ti­on der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten vom 04.11.1950 5 behan­delt wird. Es gilt daher die Ver­mu­tung, dass Asyl­be­wer­bern in jedem Mit­glieds­staat eine Behand­lung ent­spre­chend den Erfor­der­nis­sen der Char­ta, der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on – GFK – und der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on – EMRK – zukommt.

Die die­sem "Prin­zip des gegen­sei­ti­gen Ver­trau­ens" 6 bzw. dem "Kon­zept der nor­ma­ti­ven Ver­ge­wis­se­rung" 7 zugrun­de lie­gen­de Ver­mu­tung ist jedoch dann als wider­legt zu betrach­ten, wenn den Mit­glied­staa­ten "nicht unbe­kannt sein kann", also ernst­haft zu befürch­ten ist, dass dem Asyl­ver­fah­ren ein­schließ­lich sei­ner Auf­nah­me­be­din­gun­gen in einem zustän­di­gen Mit­glied­staat der­art grund­le­gen­de, sys­te­mi­sche Män­gel anhaf­ten, dass für dort­hin über­stell­te Asyl­be­wer­ber die Gefahr besteht, einer unmensch­li­chen oder ernied­ri­gen­den Behand­lung im Sin­ne von Art. 4 GR-Char­ta aus­ge­setzt zu wer­den 8. In einem sol­chen Fall ist die Prü­fung anhand der Zustän­dig­keits­kri­te­ri­en der Dub­lin-Ver­ord­nun­gen fort­zu­füh­ren, um fest­zu­stel­len, ob anhand der wei­te­ren Kri­te­ri­en ein ande­rer Mit­glied­staat als für die Prü­fung des Asyl­an­tra­ges zustän­dig bestimmt wer­den kann; ist zu befürch­ten, dass durch ein unan­ge­mes­sen lan­ges Ver­fah­ren eine Situa­ti­on, in der Grund­rech­te des Asyl­be­wer­bers ver­letzt wer­den, ver­schlim­mert wird, muss der ange­gan­ge­ne Mit­glied­staat den Asyl­an­trag selbst prü­fen 8.

Als sys­te­mi­sche Män­gel sind sol­che Stö­run­gen anzu­se­hen, die ent­we­der im Sys­tem eines natio­na­len Asyl­ver­fah­rens ange­legt sind und des­we­gen Asyl­be­wer­ber oder bestimm­te Grup­pen von ihnen nicht ver­ein­zelt oder zufäl­lig, son­dern in einer Viel­zahl von Fäl­len objek­tiv vor­her­seh­bar tref­fen oder die die­ses Sys­tem auf­grund einer empi­risch fest­stell­ba­ren Umset­zung in der Pra­xis in Tei­len funk­ti­ons­los wer­den las­sen 9.

Die Aus­le­gung der Tat­be­stands­merk­ma­le des Art. 4 GR-Char­ta ist gem. Art. 52 Abs. 3 S. 1 GR-Char­ta ein­schließ­lich der Erläu­te­run­gen hier­zu 10 i. V.m. Art. 6 Abs. 1 S. 3 EUV 11, zuletzt geän­dert durch Art. 1 des Ver­tra­ges von Lis­sa­bon vom 13.12 2007 12 an Art. 3 EMRK aus­zu­rich­ten. Nach der Recht­spre­chung des EGMR 13 ist eine Behand­lung dann unmensch­lich, wenn sie absicht­lich über Stun­den erfolgt und ent­we­der tat­säch­li­che kör­per­li­che Ver­let­zun­gen oder schwe­re kör­per­li­che oder psy­chi­sche Lei­den ver­ur­sacht. Als ernied­ri­gend ist eine Behand­lung dann anzu­se­hen, wenn sie eine Per­son demü­tigt oder her­ab­wür­digt und feh­len­den Respekt für ihre Men­schen­wür­de zeigt oder die­se her­ab­min­dert oder wenn sie Gefüh­le der Furcht, Angst oder Unter­le­gen­heit her­vor­ruft, die geeig­net sind, den mora­li­schen oder psy­chi­schen Wider­stand der Per­son zu bre­chen. Die Behandlung/​Miss­hand­lung muss dabei, um in den Schutz­be­reich des Art. 3 EMRK zu fal­len, einen Min­dest­grad an Schwe­re errei­chen. Des­sen Beur­tei­lung ist aller­dings rela­tiv, hängt also von den Umstän­den des Fal­les ab, ins­be­son­de­re von der Dau­er der Behand­lung und ihren phy­si­schen und psy­chi­schen Aus­wir­kun­gen sowie mit­un­ter auch vom Geschlecht, Alter und Gesund­heits­zu­stand des Opfers. Art. 3 EMRK kann aller­dings nicht in dem Sinn aus­ge­legt wer­den, dass er die Ver­trags­par­tei­en ver­pflich­te­te, jeder­mann in ihrem Hoheits­ge­biet mit einer Woh­nung zu ver­sor­gen. Auch begrün­det Art. 3 EMRK kei­ne all­ge­mei­ne Ver­pflich­tung, Flücht­lin­gen finan­zi­el­le Unter­stüt­zung zu gewäh­ren oder ihnen einen bestimm­ten Lebens­stan­dard zu ermög­li­chen 14.

Gleich­wohl sind die in der Richt­li­nie 2013/​33/​EU des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 26.06.2013 zur Fest­le­gung von Nor­men für die Auf­nah­me von Per­so­nen, die inter­na­tio­na­len Schutz bean­tra­gen – Auf­nah­me­richt­li­nie 15 genann­ten Min­dest­stan­dards für die Auf­nah­me von Asyl­su­chen­den in den Mit­glieds­staa­ten zu berück­sich­ti­gen. Asyl­su­chen­de wer­den in einem Mit­glieds­staat unmensch­lich oder ernied­ri­gend behan­delt, wenn ihnen nicht die Leis­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge gewährt wer­den, die ihnen nach der Auf­nah­me­richt­li­nie zuste­hen. Ihnen müs­sen wäh­rend der Dau­er des Asyl­ver­fah­rens die not­wen­di­gen Mit­tel zur Ver­fü­gung ste­hen, mit denen sie ihre ele­men­ta­ren Grund­be­dürf­nis­se (wie z.B. Unter­kunft, Nah­rungs­auf­nah­me und Hygie­ne­be­dürf­nis­se) in zumut­ba­rer Wei­se befrie­di­gen kön­nen. Als Maß­stab sind die Art. 17 und 18 der Auf­nah­me­richt­li­nie mit den dort gere­gel­ten zeit­lich begrenz­ten Ein­schrän­kungs­mög­lich­kei­ten bei vor­über­ge­hen­den Unter­brin­gungs­eng­päs­sen und der Ver­pflich­tung, auch in die­sen Fäl­len die Grund­be­dürf­nis­se zu decken, hier­an zu zie­hen 16.

Pro­gno­se­maß­stab für das Vor­lie­gen der­art rele­van­ter Män­gel ist eine beacht­li­che Wahr­schein­lich­keit. Die Annah­me sys­te­mi­scher Män­gel setzt somit vor­aus, dass das Asyl­ver­fah­ren oder die Auf­nah­me­be­din­gun­gen im zustän­di­gen Mit­glieds­staat auf­grund grö­ße­rer Funk­ti­ons­stö­run­gen regel­haft so defi­zi­tär sind, dass anzu­neh­men ist, dass dort auch dem Asyl­su­chen­den im kon­kret zu ent­schei­den­den Ein­zel­fall mit beacht­li­cher Wahr­schein­lich­keit eine unmensch­li­che oder ernied­ri­gen­de Behand­lung droht 17. Bei einer zusam­men­fas­sen­den, qua­li­fi­zier­ten – nicht rein quan­ti­ta­ti­ven – Wür­di­gung aller Umstän­de, die für das Vor­lie­gen sol­cher Män­gel spre­chen, muss ihnen ein grö­ße­res Gewicht als den dage­gen spre­chen­den Tat­sa­chen zukom­men, d.h. es müs­sen hin­rei­chend gesi­cher­te Erkennt­nis­se dazu vor­lie­gen, dass es immer wie­der zu den genann­ten Grund­rechts­ver­let­zun­gen kommt 18.

Der Mit­glieds­staat, der die Über­stel­lung des Asyl­su­chen­den vor­neh­men muss, ist im Fall der Wider­le­gung der Ver­mu­tung, dass die Behand­lung der Asyl­be­wer­ber in jedem Mit­glieds­staat im Ein­klang mit den Erfor­der­nis­sen der GFK und der EMRK steht, ver­pflich­tet, den Asyl­an­trag selbst zu prü­fen, sofern nicht ein ande­rer Mit­glieds­staat als für die Prü­fung des Asyl­an­trags zustän­dig bestimmt wer­den kann.

Gemes­sen an die­sen Maß­ga­ben spricht bei der im Ver­fah­ren auf Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes gebo­te­nen und mög­li­chen sum­ma­ri­schen Prü­fung eini­ges dafür, dass die Abschie­bungs­an­ord­nung bezüg­lich Bul­ga­ri­ens rechts­wid­rig ist, weil erheb­li­che Anhalts­punk­te dafür vor­lie­gen, dass in Bul­ga­ri­en nach wie vor (noch) sys­te­mi­sche Män­gel im Asyl- und Auf­nah­me­ver­fah­ren vor­lie­gen. Die Beant­wor­tung die­ser Fra­ge ist daher der­zeit als offen anzu­se­hen.

Nach den dem Gericht vor­lie­gen­den Erkennt­nis­mit­teln ist davon aus­zu­ge­hen, dass sol­che Män­gel bis Ende 2013 vor­la­gen.

Dem Bericht des UNHCR vom 02.01.2014 ("Bul­ga­ria as a coun­try of asyl­um – UNHCR obser­va­tions on the cur­rent situa­ti­on of asyl­um in Bul­ga­ria") ist zu ent­neh­men, dass in den Jah­ren nach sei­nem EU-Bei­tritt 2007 zunächst jähr­lich ca.01.000 Asyl­be­wer­ber Bul­ga­ri­en erreich­ten. Im Jah­re 2009 sei die­se Zahl sprung­haft ange­stie­gen. Ca.09.100 Per­so­nen, davon 4.000 Syrer, hät­ten um inter­na­tio­na­len Schutz nach­ge­sucht. Vor die­sem Hin­ter­grund hät­ten sich die Lücken im Asyl- und Auf­nah­me­sys­tem Bul­ga­ri­ens ver­schlim­mert. Bul­ga­ri­en benö­ti­ge fun­da­men­ta­le Ver­bes­se­run­gen, um den inter­na­tio­na­len und euro­päi­schen Stan­dards zu ent­spre­chen.

Der UNHCR, des­sen Beur­tei­lung eine beson­de­re Bedeu­tung zukommt, hat in dem genann­ten Bericht eine Viel­zahl dies­be­züg­li­cher Abwei­chun­gen dar­ge­stellt und ent­spre­chen­de Beden­ken geäu­ßert. Die­se betref­fen ins­be­son­de­re fol­gen­de Punk­te:

  • Es bestehe für Dub­lin-Rück­keh­rer kei­ne Garan­tie einer sub­stan­ti­el­len Prü­fung ihres Asyl­an­tra­ges, sie wür­den bei ihrer Rück­kehr meis­tens inhaf­tiert.
  • Das Ver­fah­ren zur Auf­nah­me eines Asyl­an­tra­ges an der Gren­ze wer­de im ent­schei­den­den Maße infol­ge man­geln­der Qua­li­fi­ka­ti­on der grenz­be­hörd­li­chen Mit­ar­bei­ter behin­dert, es kom­me zu gewalt­sa­men Zurück­wei­sun­gen.
  • Schutz­su­chen­de an der Gren­ze oder in der Haft wür­den als ille­gal Ein­ge­reis­te und abzu­schie­ben­de Per­so­nen behan­delt. Sie erhiel­ten kei­ne aus­rei­chen­den Infor­ma­tio­nen und oft kei­ne oder zumin­dest kei­ne aus­rei­chend zügi­ge Mög­lich­keit, sich regis­trie­ren zu las­sen und einen Asyl­an­trag zu stel­len, was zu mona­te­lan­ger Haft füh­re und die Gefahr der Abschie­bung ohne wei­te­re Prü­fung ber­ge.
  • Der Zugang zur Regis­trie­rung und zur Stel­lung eines Asyl­ge­suchs wer­de ins­ge­samt wegen Per­so­nal­man­gels signi­fi­kant ver­zö­gert und daue­re bis zu 6 Mona­ten, auch das Asyl­ver­fah­ren daue­re sehr lan­ge.
  • Die Ent­schei­dun­gen über die Asyl­ge­su­che wie­sen in ihren Begrün­dun­gen oft kei­nen Unter­schied zwi­schen den Dar­stel­lun­gen der Asyl­su­chen­den bei der Anhö­rung und der eigent­li­chen Ent­schei­dungs­be­grün­dung auf.
  • Asyl­su­chen­de hät­ten kei­nen garan­tier­ten Zugang zur Rechts­be­ra­tung und recht­li­cher Unter­stüt­zung im Ver­fah­ren.
  • Die Lebens­be­din­gun­gen in sie­ben Auf­nah­me­ein­rich­tun­gen sei­en erbärm­lich. Die­se sei­en über­füllt, es wer­de staat­li­cher­seits kei­ne Nah­rung bereit­ge­stellt, es gebe kei­ne Koch­ge­le­gen­hei­ten, kei­ne Hei­zung, kein flie­ßend war­mes Was­ser und kei­nen gere­gel­ten Zugang zu medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung. Die sani­tä­ren Anla­gen sei­en in einem unak­zep­ta­blen Zustand und es gebe kei­ne aus­rei­chen­de Mög­lich­keit, Wäsche zu waschen. Es sei­en kei­ne kind­ge­rech­ten Ein­rich­tun­gen und kei­ne Mög­lich­kei­ten für (Freizeit-)Aktivitäten vor­han­den. Das Sys­tem zur Betreu­ung unbe­glei­te­ter Kin­der funk­tio­nie­re eben­so wenig wie die Ver­sor­gung von Per­so­nen mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen. Es bestün­den kei­ne aus­rei­chen­den Ver­stän­di­gungs­mög­lich­kei­ten zwi­schen dem Per­so­nal und den Flücht­lin­gen. In den weni­gen Fäl­len, in denen Sozi­al­ar­bei­ter oder Psy­cho­lo­gen zur Ver­fü­gung stün­den, feh­le es an Dol­met­schern. Am Schlimms­ten sei­en die Zustän­de in der Auf­nah­me­ein­rich­tung in Har­m­an­li, die als geschlos­se­ne Ein­rich­tung geführt wer­de. Die weni­gen Hilfs­an­ge­bo­te kämen von pri­va­ten Spen­dern oder Orga­ni­sa­tio­nen und wür­den vom Roten Kreuz ver­teilt, sie sei­en ins­ge­samt gese­hen unef­fek­tiv.
  • Für Per­so­nen mit Schutz­sta­tus gebe es kein Inte­gra­ti­ons­pro­gramm. Für vie­le bestehe die Gefahr, obdach­los zu wer­den. Die Arbeits­mög­lich­kei­ten sei­en ange­sichts der öko­no­mi­schen Situa­ti­on in Bul­ga­ri­en sehr begrenzt. Die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung sei sehr lücken­haft.
  • Es sei nicht sicher, ob die bul­ga­ri­schen Behör­den den aus­län­der­feind­li­chen Ten­den­zen in der Bevöl­ke­rung aus­rei­chend ent­ge­gen­tre­ten und ent­spre­chen­de Straf­ta­ten ahn­den wür­den.

Der UNHCR hat infol­ge der Ana­ly­se der Situa­ti­on in dem genann­ten Bericht aus­drück­lich die Emp­feh­lung aus­ge­spro­chen, von Über­stel­lun­gen nach Bul­ga­ri­en abzu­se­hen. Asyl­su­chen­de tref­fe das rea­le Risi­ko unmensch­li­cher und ernied­ri­gen­der Behand­lung infol­ge sys­te­mi­scher Defi­zi­te im Auf­nah­me- und Asyl­ver­fah­ren, da in den Auf­nah­me­la­gern erbärm­li­che Zustän­de herrsch­ten, die Gefahr will­kür­li­cher Haft für lan­ge und unbe­stimm­te Zeit ohne gesetz­li­che Grund­la­ge bestehe und es kei­nen garan­tier­ten Zugang zu einem effek­ti­ven und fai­ren Asyl­ver­fah­ren gebe. Viel­mehr bestehe die Gefahr der Rück­schie­bung in ein Land, in dem für den Asyl­su­chen­den die erns­te Gefahr der Ver­fol­gung dro­he.

Die­ser Ein­schät­zung haben sich auch amnes­ty inter­na­tio­nal 19 und der European Coun­cil on Refu­gees an Exi­les – ECRE – 20 ange­schlos­sen.

Bul­ga­ri­en hat in den fol­gen­den Mona­ten mit mas­si­ver Unter­stüt­zung des UNHCR und ande­rer Orga­ni­sa­tio­nen eine Rei­he von erheb­li­chen Ver­bes­se­run­gen in den genann­ten Berei­chen erzie­len kön­nen. Ins­be­son­de­re wur­de eine Anzahl von wei­te­ren Mit­ar­bei­tern ein­ge­stellt und geschult, um die Regis­trie­rung und Antrag­stel­lung zu beschleu­ni­gen, die Ent­schei­dungs­qua­li­tät im Asyl­ver­fah­ren zu ver­bes­sern und die Haft­pra­xis zu ver­än­dern. In den Auf­nah­me­ein­rich­tun­gen wur­den Reno­vie­run­gen vor­ge­nom­men, Nah­rung wird bereit­ge­stellt und ver­sucht, die Lebens­be­din­gun­gen in vie­len Berei­chen zu ver­bes­sern 21. Den Berich­ten ist ein Bemü­hen der bul­ga­ri­schen Regie­rung und der bul­ga­ri­schen Behör­den zu ent­neh­men, in Zusam­men­ar­beit mit den genann­ten Insti­tu­tio­nen eine Ver­fah­rens- und Auf­nah­me­qua­li­tät zu errei­chen, die den Anfor­de­run­gen der inter­na­tio­na­len und euro­päi­schen Vor­ga­ben ent­spricht. Ihnen ist aber eben­so zu ent­neh­men, dass die­se Bemü­hun­gen infol­ge der bis Janu­ar 2014 bestehen­den mas­si­ven Defi­zi­te in vie­len Berei­chen bzw. Ört­lich­kei­ten noch nicht zu adäqua­ten Zustän­den bzw. ent­spre­chen­den Ver­fah­rens­be­din­gun­gen geführt haben und vor allen Din­gen nicht sicher­ge­stellt ist, dass die Ver­bes­se­run­gen von Dau­er sind, weil sie zum Teil auf begrenz­ten Initia­ti­ven von NGOs beru­hen.

Der UNHCR weist in sei­nem Bericht vom April 2014 zum einen auf eine Rei­he von nach wie vor bestehen­den deut­li­chen Defi­zi­ten hin und spricht dies­be­züg­lich etli­che Emp­feh­lun­gen aus. Zum ande­ren mel­det er Beden­ken hin­sicht­lich der Nach­hal­tig­keit und des aus­rei­chen­den Umfangs der Maß­nah­men an. Ins­be­son­de­re ist in dem Bericht aus­ge­führt, es sol­le sicher­ge­stellt wer­den, dass

  • die Regie­rung Bul­ga­ri­ens beson­de­re ange­sichts der ver­stärk­ten Grenz­kon­trol­len an der bul­ga­risch-tür­ki­schen Gren­ze Anstren­gun­gen unter­neh­me, dort auf die Ein­hal­tung der fun­da­men­ta­len Rech­te, ein­schließ­lich des Non-Refoulment-Grund­sat­zes, zu ach­ten und den Schutz­su­chen­den dort einen Zugang zu einem fai­ren und effek­ti­ven Asyl­ver­fah­ren zu gewäh­ren. Die Grenz­po­li­zei sol­le Schutz­su­chen­de ent­spre­chend infor­mie­ren und es müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass die Mit­ar­bei­ter aus­rei­chend geschult sei­en, ins­be­son­de­re im Umfang mit unbe­glei­te­ten Kin­dern und im Ver­fah­ren zur Iden­ti­täts­fest­stel­lung.
  • Per­so­nen, die wegen uner­laub­ter Ein­rei­se, uner­laub­ten Auf­ent­halts oder weil sie kei­ne Iden­ti­täts­pa­pie­re hät­ten vor­wei­sen kön­nen, inhaf­tiert wor­den sei­en und noch kei­nen Asyl­an­trag gestellt hät­ten, inner­halb von 25 Stun­den in ein Auf­nah­me­la­ger über­stellt wür­den.
  • in den zwei Auf­nah­me­ein­rich­tun­gen 22, in denen noch kei­ne akzep­ta­blen Zustän­de hin­sicht­lich Unter­brin­gung, sani­tä­rer Anla­gen und Zugang zur medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung herrsch­ten, ent­spre­chen­de wei­te­re Anstren­gung unter­nom­men wür­den.
  • im Regis­trie­rungs, Auf­nah­me- und Asyl­ver­fah­ren ein Erken­nungs­ver­fah­ren für Men­schen mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen und im Umgang mit unbe­glei­te­ten Kin­dern ein­ge­rich­tet wer­de.
  • für Schutz­su­chen­de Infor­ma­tio­nen in einer ihnen ver­ständ­li­chen Spra­che bereit­ge­stellt wür­den.
  • in den Auf­nah­me­la­gern und zur Bear­bei­tung der Asyl­ver­fah­ren und der Über­nah­me­ge­su­che nach der Dub­lin-VO wei­te­re Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt und geschult wür­den.
  • für Flücht­lin­ge mit Schutz­sta­tus ein Inte­gra­ti­ons­pro­gramm erstellt wer­de, das die­se vor Obdach­lo­sig­keit und Ver­ar­mung bewah­re, sowie Fami­li­en­zu­sam­men­füh­run­gen und Zugang zur medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung und Bil­dung ins­be­son­de­re für Kin­der ermög­li­che.

In sei­ner abschlie­ßen­den Schluss­fol­ge­rung in dem Bericht vom April 2014 hebt der UNHCR her­vor, dass, obwohl die Situa­ti­on nicht län­ger die Emp­feh­lung all­ge­mein von Über­stel­lun­gen abzu­se­hen recht­fer­ti­ge, Grün­de gege­ben sein kön­nen, die einer Über­stel­lung im Ein­zel­fall oder für beson­de­re Grup­pen wie Ver­letz­li­che oder Per­so­nen mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen ent­ge­gen­ste­hen könn­ten. Er unter­streicht die Schwä­che des bul­ga­ri­schen Asyl­sys­tems ins­be­son­de­re im Hin­blick auf den Zugang zum Staats­ge­biet, die inad­äqua­ten Bedin­gun­gen in zwei Auf­nah­me­la­gern sowie die Not­wen­dig­keit der Ver­bes­se­rung des Ent­schei­dungs­pro­zes­ses und der Infor­ma­ti­on der Flücht­lin­ge in eige­ner Spra­che.

Vor dem Hin­ter­grund die­ser Situa­ti­on hal­ten amnes­ty inter­na­tio­nal 23 und der ECRE 24 an ihren Ein­schät­zun­gen, dass von Über­stel­lun­gen nach Bul­ga­ri­en nach wie vor abge­se­hen wer­den soll­te, fest.

Eini­ge Gerich­te gehen infol­ge der dar­ge­stell­ten Ver­bes­se­run­gen und der Auf­he­bung der Emp­feh­lung sei­tens des UNHCR, von Über­stel­lun­gen all­ge­mein abzu­se­hen, davon aus, dass sys­te­mi­sche Män­gel nicht mehr vor­lie­gen 25. Ande­re Gerich­te sehen die Ver­bes­se­run­gen inso­weit nicht als aus­rei­chend an und gehen nach wie vor vom Vor­lie­gen sys­te­mi­scher Män­gel aus 26 oder hal­ten die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob sys­te­mi­sche Män­gel vor­lie­gen, nun­mehr für offen 27.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Olden­burg geht ange­sichts der in den vor­lie­gen­den aktu­ells­ten Erkennt­nis­mit­teln geschil­der­ten der­zei­ti­gen Sach­la­ge (noch) nicht davon aus, dass die bis­he­ri­ge Fest­stel­lung des Vor­lie­gens sys­te­mi­scher Män­gel nun­mehr mit beacht­li­cher Wahr­schein­lich­keit als unzu­tref­fend anzu­se­hen ist. Dafür spre­chen die vom UNHCR nach wie vor zahl­rei­chen, nicht uner­heb­li­chen Defi­zi­te in wesent­li­chen Berei­chen des Auf­nah­me- und Asyl­sys­tems. Wei­te­res Indiz dafür sind die Emp­feh­lun­gen, von einer Über­stel­lung nach wie vor abzu­se­hen, sei­tens amnes­ty inter­na­tio­nal und des ECRE.

Vor die­sem Hin­ter­grund über­wiegt das Aus­set­zungs­in­ter­es­se des Asyl­be­wer­bers. Blie­be die­sem die Anord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung sei­ner Kla­ge ver­sagt, wäre er der mög­li­chen Gefahr aus­ge­setzt, in einem Auf­nah­me­la­ger mit im Wesent­li­chen unzu­rei­chen­den Lebens­be­din­gun­gen unter­ge­bracht zu wer­den. Auch besteht die Gefahr, dass über sein Asyl­ge­such durch fach­lich nicht aus­rei­chend geschul­tes Per­so­nal ent­schie­den wird, ihm also ein fai­res, den inter­na­tio­na­len und euro­päi­schen Stan­dards ent­spre­chen­des Asyl­ver­fah­ren nicht zu teil wird. Dies wie­der­um birgt die Gefahr einer unrecht­mä­ßi­gen Ableh­nung sei­nes Asyl­an­tra­ges und infol­ge­des­sen einer gegen den euro­pa­recht­li­chen Flücht­lings­schutz ver­sto­ßen­den Abschie­bung in ein Land, in dem ihm Ver­fol­gung droht. Die damit ver­bun­de­nen nicht aus­zu­schlie­ßen­den phy­si­schen und psy­chi­schen Beein­träch­ti­gun­gen, auf die der Asyl­be­wer­ber hin­ge­wie­sen hat und die grund­recht­li­che Posi­tio­nen betref­fen, wären im Fal­le einer erfolg­rei­chen Kla­ge und dem damit ver­bun­de­nen Recht auf Rück­kehr in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land auch nicht rück­gän­gig zu machen. Die­se Beein­träch­ti­gun­gen des Asyl­be­wer­bers wie­gen schwe­rer als – im Fal­le der Statt­ga­be des Antra­ges und spä­te­rer Kla­ge­ab­wei­sung – der Auf­schub oder auch der Aus­fall der Durch­set­zung einer Über­stel­lung in den an sich zustän­di­gen Mit­glied­staat. Die grund­sätz­li­che Wirk­sam­keit und Effek­ti­vi­tät des Gemein­sa­men Euro­päi­schen Asyl­sys­tems wird durch eine sich im Nach­hin­ein als falsch her­aus­stel­len­de Unter­bin­dung einer Über­stel­lung im Ein­zel­fall nicht in Fra­ge gestellt, zumal die Dub­lin-Ver­ord­nun­gen ein Recht zum jeder­zei­ti­gen Selbst­ein­tritt der Mit­glied­staa­ten vor­se­hen und eine gemein­schafts­recht­li­che Ver­pflich­tung zur Über­stel­lung nicht besteht 28.

Ver­wal­tungs­ge­richt Olden­burg, Beschluss vom 1. Juli 2014 – 12 B 1387/​14

  1. ABl. L 50 vom 25.02.2003, S. 1[]
  2. ABl. L 180 vom 29.06.2013, S. 31[]
  3. ABl. C 83/​389 vom 30.03.2010[]
  4. BGBl. II 1953, S. 559[]
  5. BGBl. II 1952, S. 685, ber. S. 953, in der Fas­sung der Bekannt­ma­chung vom 20.10.2010 ((BGBl. II S. 1198[]
  6. EuGH, Urteil vom 21.12 2011 – C‑411/​10 u. – C‑493/​10, NVwZ 2012, S. 417 u. juris; ders.: Urteil vom 14.11.2013 – C‑4/​11, NVwZ 2014, S. 129 u. juris[]
  7. BVerfG, Urteil vom 14.05.1996 – 2 BvR 1938/​93 u. 2315/​93, BVerfGE 94, S. 49 = NJW 1996, S. 1665 u. juris[]
  8. EuGH, Urteil vom 21.12 2011, a.a.O.; ders.: Urteil vom 14.11.2013, a.a.O.[][]
  9. vgl. Bank/​Hruschka, Die EuGH, Ent­schei­dung zu Über­stel­lun­gen nach Grie­chen­land und ihre Fol­gen für Dub­lin-Ver­fah­ren (nicht nur) in Deutsch­land, ZAR 2012, S. 182; OVG Rhein­land-Platz, Urteil vom 21.02.2014 – 10 A 10656/​13[]
  10. ABL. C 303/​17 vom 14.12 207[]
  11. vom 07.02.1992, ABl. C 191, S. 1[]
  12. ABl. C 306, S. 1, ber. ABl.2008 C 111 S. 56 u. ABl.2009 C 290 S. 1[]
  13. EGMR, Urteil vom 21.01.2011 – 30696/​09 – (M.S.S.), EuGRZ 2011, 243[]
  14. EGMR, Urteil vom 21.01.2011, a.a.O.; ders.: Beschluss vom 02.04.2013 – 27725/​10 – Moham­med Hus­sein u.a. gegen die Nie­der­lan­de und Ita­li­en, ZAR 2013, S. 336 u. juris[]
  15. ABl. L 180 S. 96[]
  16. vgl. OVG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 07.03.2014 – 1 A 21/​12.A unter Hin­weis auf die Ent­schei­dun­gen des EGMR vom 21.01.2011 und des EuGH vom 27.02.2014[]
  17. BVerwG, Beschluss vom 19.03.2014 – 10 B 6.14[]
  18. vgl. OVG Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 07.03.2014, a.a.O.; OVG Sach­sen Anhalt, Beschluss vom 14.11.2013 – 4 L 44/​13, juris; BVerwG, Urteil vom 20.02.2013 – 10 C 23/​12, BVerw­GE 146, S. 67 und juris; OVG Rhein­land-Pfalz, a.a.O.[]
  19. amnes­ty inter­na­tio­nal, Stel­lung­nah­me: "Urgent action – Flücht­lin­ge wei­ter in Not­la­ge – Bul­ga­ri­en" vom 06.01.2014[]
  20. ECRE, Bericht vom 08.01.2014[]
  21. vgl. in Ein­zel­nen UNHCR, Update des genann­ten Berich­tes vom 07. und 21.02.2014 und Bericht vom April 2014; European Asyl­um Sup­port Office – EASO, News­let­ter vom März 2014; amnes­ty inter­na­tio­nal vom 01.04.2014, ECRE vom 07.04.2014[]
  22. Voen­na Ram­pa, Vraz­deb­na[]
  23. Stel­lung­nah­me vom 01.04.2014[]
  24. Stel­lung­nah­me vom 07.04.2014[]
  25. so VG Ber­lin, Beschluss vom 01.04.2014 – 23 L 122.14 A; VG Schwe­rin, Beschluss vom 24.04.2014 – 5 B 391/​14 As; VG Mün­chen, Beschluss vom 06.05.2014 – M 7 S 14.50100; VG Trier, Beschluss vom 08.05.2014 – 1 L 790/​14.Tr; VG Ans­bach, Beschluss vom 13.05.2014 – AN 11 S 14.50036; jeweils juris[]
  26. so VG Bre­men, Gerichts­be­scheid vom 10.04.2014 – 1 K 59/​14; VG Stutt­gart, Urteil vom 16.04.2014 – A 8 K 640/​14; jeweils juris[]
  27. VG Regens­burg, Beschluss vom 24.03.2014 – RO 3 S 14.30159; VG Wies­ba­den, Beschluss vom 16.05.2014 – 7 L 458/​14.Wi.A; jeweils juris[]
  28. vgl. zu Letz­te­ren: BVerfG, Beschluss vom 22.12 2009, a.a.O.[]