Ver­fas­sungs­be­schwer­de – Nicht­an­nah­me­be­schluss und Gegen­vor­stel­lung

Nicht­an­nah­me­ent­schei­dun­gen der Kam­mern sind unan­fecht­bar und kön­nen auf Gegen­vor­stel­lun­gen hin grund­sätz­lich auch durch die Kam­mer selbst nicht mehr abge­än­dert wer­den.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de – Nicht­an­nah­me­be­schluss und Gegen­vor­stel­lung

Nach Erschöp­fung des Rechts­wegs und der Durch­füh­rung des Annah­me­ver­fah­rens besteht ein erheb­li­ches Inter­es­se an einer end­gül­ti­gen Been­di­gung des Ver­fah­rens, das der Zuläs­sig­keit wei­te­rer gesetz­lich nicht gere­gel­ter Rechts­be­hel­fe grund­sätz­lich ent­ge­gen­steht 1.

Ob aus­nahms­wei­se eine Abän­de­rungs­kom­pe­tenz der Kam­mer besteht, wenn bei der Ent­schei­dung ent­schei­dungs­er­heb­li­cher, dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­lie­gen­der Pro­zess­stoff in einer Art. 103 Abs. 1 GG ver­let­zen­den Wei­se außer Acht geblie­ben ist, konn­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hier dahin­ge­stellt blei­ben las­sen, da ein sol­cher Fall hier nicht gege­ben war 2.

, Beschluss vom 1. Febru­ar 2017 – 2 BvR 2148/​16

  1. vgl. Graß­hof, in: Maun­z/­Schmidt-Bleib­treu/Klein/­Be­th­ge, BVerfGG, Juni 2001, § 93b Rn.19[]
  2. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 13.02.2008 – 2 BvR 256/​08 1; und vom 13.07.2016 – 2 BvR 1304/​14 2[]
  3. vgl. BVerfGE 111, 307, 317[]