Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die Aus­la­ge­n­er­stat­tung

Nach § 34a Abs. 3 BVerfGG kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die vol­le oder teil­wei­se Erstat­tung von Aus­la­gen auch dann anord­nen, wenn die Ver­fas­sungs­be­schwer­de erfolg­los geblie­ben ist. Dies gilt auch, wenn sie nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men wur­de 1.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die Aus­la­ge­n­er­stat­tung

Die Anord­nung der Aus­la­ge­n­er­stat­tung steht im Ermes­sen des Gerichts und setzt vor­aus, dass beson­de­re Bil­lig­keits­grün­de vor­ge­tra­gen oder ersicht­lich sind 2.

Eine Erstat­tung von Aus­la­gen kommt etwa dann in Betracht, wenn die Erfolgs­aus­sicht der Ver­fas­sungs­be­schwer­de unter­stellt wer­den kann oder wenn die ver­fas­sungs­recht­li­che Lage – etwa durch eine Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in einem gleich gela­ger­ten Fall – bereits geklärt ist 3.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 28. Okto­ber 2018 – 1 BvR 700/​18

  1. vgl. BVerfGE 36, 89, 92; BVerfGK 7, 283, 302 f.[]
  2. stRspr; vgl. BVerfGE 7, 75, 77; 20, 119, 133 f.; 85, 109, 114 ff.; 87, 394, 397 f.; 89, 91, 97; 133, 37, 38 f. Rn. 2[]
  3. vgl. BVerfGE 85, 109, 114 ff.; 133, 37, 38 f. Rn. 2; BVerfG, Beschluss vom 16.10.2013 – 2 BvR 1446/​12 5; Beschluss vom 08.06.2016 – 1 BvR 210/​09 4 f.; Beschluss vom 09.02.2017 – 1 BvR 309/​11 2 m.w.N.[]