Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt soll durch die Begrün­dung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de in die Lage ver­setzt wer­den, den ange­grif­fe­nen Hoheits­akt ohne wei­te­re eige­ne Nach­for­schun­gen einer ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Über­prü­fung zu unter­zie­hen.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung

Dies setzt bei einer gegen eine gericht­li­che Ent­schei­dung gerich­te­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de vor­aus, dass die durch den Beschwer­de­füh­rer ange­grif­fe­ne Ent­schei­dung ein­schließ­lich sämt­li­cher zu deren Ver­ständ­nis not­wen­di­ger Unter­la­gen vor­ge­legt oder zumin­dest ihrem Inhalt nach in einer Wei­se wie­der­ge­ge­ben wird, dass auf die­ser Grund­la­ge eine ver­ant­wort­ba­re ver­fas­sungs­recht­li­che Beur­tei­lung mög­lich ist 1.

Liegt zu den mit der Beschwer­de auf­ge­wor­fe­nen Ver­fas­sungs­fra­gen bereits Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vor, ist der behaup­te­te Grund­rechts­ver­stoß in Aus­ein­an­der­set­zung mit den vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­wi­ckel­ten Maß­stä­ben zu begrün­den 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 26. Janu­ar 2018 – 2 BvR 725/​16

  1. vgl. BVerfGE 78, 320, 327; 88, 40, 45; 93, 266, 288[]
  2. vgl. BVerfGE 77, 170, 214 ff.; 99, 84, 87; 123, 186, 234; 130, 1, 21[]