Ände­run­gen in der Ren­ten­ver­si­che­rung 2006

Auch 2006 erfol­gen wie­der eine Rei­he von Ände­run­gen in der Ren­ten­ver­si­che­rung. Die wich­tigs­ten Ände­run­gen im Über­blick:

Ände­run­gen in der Ren­ten­ver­si­che­rung 2006

Neue Rege­lun­gen zur Früh­ver­ren­tung bei Arbeits­lo­sig­keit oder nach Alters­teil­zeit
Die Alters­gren­ze für den frü­hes­ten Beginn der vor­zei­ti­gen Alters­ren­te wegen Arbeits­lo­sig­keit oder nach Alters­teil­zeit­ar­beit wird stu­fen­wei­se vom 60. auf das 63. Lebens­jahr ange­ho­ben. Die Anhe­bung erfolgt in Monats­schrit­ten in den Jah­ren 2006 bis 2008. Betrof­fen sind ab 1946 gebo­re­ne Ver­si­cher­te. Im Janu­ar 1946 Gebo­re­ne wer­den die­se Alters­ren­te frü­hes­tens mit 60 Jah­ren und einem Monat bezie­hen kön­nen, im Febru­ar 1946 Gebo­re­ne frü­hes­tens mit 60 Jah­ren und zwei Mona­ten usw. Schließ­lich kön­nen im Dezem­ber 1948 und spä­ter Gebo­re­ne mit 63 Jah­ren eine Alters­ren­te wegen Arbeits­lo­sig­keit oder nach Alters­teil­zeit­ar­beit in Anspruch neh­men. Ein Ren­ten­be­zug vor die­sem Zeit­punkt ist – auch unter Inkauf­nah­me höhe­rer Abschlä­ge – bei die­ser Alters­ren­te dann grund­sätz­lich nicht mehr mög­lich. Ver­si­cher­te, die nach dem 31. Dezem­ber 1951 gebo­ren sind, haben bereits nach bis­her gel­ten­dem Recht kei­nen Anspruch mehr auf die­se Ren­ten­art.

Ver­trau­ens­schutz genie­ßen nur Ver­si­cher­te, die

  • vor dem 1. Janu­ar 1952 gebo­ren sind und
  • vor dem 1. Janu­ar 2004 rechts­ver­bind­lich über die Been­di­gung ihres Arbeits­ver­hält­nis­ses dis­po­niert hat­ten (zum Bei­spiel einen Auf­he­bungs­ver­trag oder einen Ver­trag über Alters­teil­zeit­ar­beit geschlos­sen hat­ten) oder an die­sem Tag arbeits­los oder beschäf­ti­gungs­los waren.

Für die­se Ver­si­cher­ten wird die Alters­gren­ze für die frü­hes­te Inan­spruch­nah­me nicht ange­ho­ben. Damit wer­den all jene vor 1952 gebo­re­nen Ver­si­cher­ten geschützt, denen der Anspruch auf die Alters­ren­te wegen Arbeits­lo­sig­keit oder nach Alters­teil­zeit­ar­beit noch zuste­hen kann, weil bei ihnen am Stich­tag die Been­di­gung des Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses ver­bind­lich fest­stand.

Höhe­re Hin­zu­ver­dienst­gren­zen für Rent­ner vor Voll­endung des 65. Lebens­jah­res
Ab 1. Janu­ar erhöht sich die Hin­zu­ver­dienst­gren­ze für Bezie­her einer Alters­voll­ren­te vor Voll­endung des 65. Lebens­jah­res sowie für Bezie­her einer Voll­ren­te wegen Erwerbs­unfähig­keit bezie­hungs­wei­se vol­ler Erwerbs­min­de­rung auf 350 Euro. Die übri­gen Hin­zu­ver­dienst­gren­zen blei­ben unver­än­dert.