Auf­nah­me einer neu­en Kom­ple­men­tä­rin – und der Beschluss der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung

Bestimmt der Gesell­schafts­ver­trag eine Publi­kums-KG, dass die Gesell­schaf­ter über alle Ange­le­gen­hei­ten der Gesell­schaft mit ein­fa­cher Mehr­heit beschlie­ßen, sofern nicht zwin­gen­de gesetz­li­che Rege­lun­gen dem ent­ge­gen­ste­hen oder im Gesell­schafts­ver­trag ande­re Mehr­heits­ver­hält­nis­se vor­ge­se­hen sind, kann auch eine neue per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin mit ein­fa­cher Mehr­heit auf­ge­nom­men wer­den.

Auf­nah­me einer neu­en Kom­ple­men­tä­rin – und der Beschluss der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung

Da die Auf­nah­me einer neu­en per­sön­lich haf­ten­den Gesell­schaf­te­rin eine Ände­rung des Gesell­schafts­ver­trags dar­stellt, ist sie schon auf­grund die­ser gesell­schafts­ver­trag­li­chen Bestim­mung durch Mehr­heits­be­schluss mög­lich.

Dem steht auch eine gesell­schafts­ver­trag­li­che Rege­lung nicht ent­ge­gen, der die per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin zur Annah­me der Bei­tritts­er­klä­run­gen bevoll­mäch­tigt. Denn die­se Rege­lung betrifft weder die Auf­nah­me einer neu­en per­sön­lich haf­ten­den Gesell­schaf­te­rin noch die gesell­schafter­li­che Wil­lens­bil­dung.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Okto­ber 2016 – II ZR 230/​15