Gewinn­spie­le, Teil­nah­me­be­din­gun­gen und Fern­seh­wer­bung

Nach § 4 Nr. 5 UWG han­delt unlau­ter, wer bei Preis­aus­schrei­ben oder Gewinn­spie­len mit Wer­be­cha­rak­ter die Teil­nah­me­be­din­gun­gen nicht klar und ein­deu­tig angibt. Die­se gesetz­li­che Bestim­mung ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs ist mit der Richt­li­nie 2005/​29/​EG über unlau­te­re Geschäfts­prak­ti­ken ver­ein­bar.

Gewinn­spie­le, Teil­nah­me­be­din­gun­gen und Fern­seh­wer­bung

Bei Gewinn­spie­len muss der Ver­brau­cher Gele­gen­heit haben, sich vor sei­ner Teil­nah­me­hand­lung umfas­send über die Teil­nah­me­be­din­gun­gen zu infor­mie­ren; uner­war­te­te Beschrän­kun­gen oder sons­ti­ge über­ra­schen­de Teil­nah­me­be­din­gun­gen müs­sen stets schon unmit­tel­bar in der Wer­bung offen­bart wer­den.

Ist die Teil­nah­me des Ver­brau­chers an einem Gewinn­spiel noch nicht ohne Wei­te­res – etwa auf­grund der Anga­be einer Ruf­num­mer – mög­lich, kann es in der Fern­seh­wer­bung genü­gen, für die Teil­nah­me­be­din­gun­gen auf eine Inter­net­sei­te oder im Han­del erhält­li­che Teil­nah­me­kar­ten zu ver­wei­sen; der Hin­weis muss so gestal­tet sein, dass er vom Ver­brau­cher ohne Schwie­rig­kei­ten erfasst wer­den kann 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. Juli 2009 – I ZR 64/​07

  1. Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 11.03.2009 – I ZR 194/​06, GRUR 2009, 1064 Tz. 37, 42 = WRP 2009, 1229 – Geld-zurück-Garan­tie II[]