Han­dels­ver­tre­ter-Abrech­nung II

Der Unter­neh­mer genügt sei­ner ihm gegen­über sei­nem Han­dels­ver­tre­ter oblie­gen­den Ver­pflich­tung zur Ertei­lung eines Buch­aus­zugs nach Ansicht des BGH nicht bereits dadurch, dass er dem Han­dels­ver­tre­ter wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit den Zugriff auf ein elek­tro­ni­sches Agen­tur­in­for­ma­ti­ons­sys­tem ermög­licht, das jeweils nur den aktu­el­len Stand der pro­vi­si­ons­re­le­van­ten Daten wie­der­gibt und aus dem sich ein Gesamt­über­blick über den Zeit­raum, auf den sich der Buch­aus­zug zu erstre­cken hat, allen­falls dadurch gewin­nen lie­ße, dass der Han­dels­ver­tre­ter die nur vor­über­ge­hend zugäng­li­chen Daten "fixiert" und sam­melt.

Han­dels­ver­tre­ter-Abrech­nung II

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. Sep­tem­ber 2006 – VIII ZR 100/​05