Ver­frach­ter-Haf­tung

Wird das Trans­port­gut wegen unzu­rei­chen­der Siche­rung wäh­rend der See­be­för­de­rung beschä­digt, so spricht dies zunächst für ein gro­bes Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den des Ver­frach­ters. Die­ser muss daher im Ein­zel­nen dar­le­gen, wel­che orga­ni­sa­to­ri­schen Maß­nah­men er selbst oder die für ihn han­deln­den Orga­ne zur Ver­hin­de­rung von Ver­la­dungs­feh­lern ergrif­fen haben. Kommt der Ver­frach­ter der ihm oblie­gen­den Dar­le­gungs­last nicht nach, erstreckt sich die Ver­mu­tung eines gro­ben Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­dens auch auf das Ver­hal­ten sei­ner Orga­ne.

Ver­frach­ter-Haf­tung

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Juli 2009 – I ZR 212/​06