Umla­ge­schlüs­sel in der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft

In der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft kann auch ein durch Ver­ein­ba­rung fest­ge­leg­ter Umla­ge­schlüs­sel durch Mehr­heits­be­schluss nach § 16 Abs. 3 WEG geän­dert wer­den. Die Abän­de­rung eines Umla­ge­schlüs­sels nach § 16 Abs. 3 WEG muss trans­pa­rent gestal­tet wer­den; hier­für genügt es nicht, dass einer Abrech­nung oder einem Wirt­schafts­plan ledig­lich der neue Schlüs­sel zugrun­de gelegt wird.

Umla­ge­schlüs­sel in der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft

Eine rück­wir­ken­de Ände­rung des Umla­ge­schlüs­sels nach § 16 Abs. 3 WEG ent­spricht in der Regel nicht den Grund­sät­zen einer ord­nungs­ge­mä­ßen Ver­wal­tung.

§ 16 Abs. 4 WEG weist den Woh­nungs­ei­gen­tü­mern nicht die Kom­pe­tenz zu, einen die Ansamm­lung von Instand­hal­tungs­rück­la­gen betref­fen­den Ver­tei­lungs­schlüs­sel zu ändern.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. Juli 2010 – V ZR 202/​09