Anhörungsrüge – und die gerügte Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren

Die Anhörungsrüge ist unzulässig, soweit der Kläger eine vermeintliche Verletzung seines Rechts auf ein faires Verfahren beanstandet.

Anhörungsrüge – und die gerügte Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren

Mit der Anhörungsrüge kann allein geltend gemacht werden, das Gericht habe den Anspruch einer Partei auf rechtliches Gehör in entscheidungserheblicher Weise verletzt (§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

Eine entsprechende Anwendung der Vorschrift auf die Verletzung anderer Verfahrensgrundrechte scheidet aus, weil keine planwidrige Regelungslücke besteht1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 16. April 2021 – XI ZR 137/20

  1. BGH, Urteil vom 14.04.2016 – IX ZR 197/15, WM 2016, 2147 Rn. 22; Beschlüsse vom 17.07.2008 – V ZR 149/07, NJW-RR 2009, 144 Rn. 1; vom 23.08.2016 – VIII ZR 79/15 2; vom 27.04.2017 – I ZB 34/15 5; und vom 21.01.2021 – I ZR 28/19 sowie – I ZR 29/19, jeweils 2[]

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